Sechsstelliger Betrug: Ältere Frau verliert Ersparnisse durch falsche App-Store-Mitarbeiter

Johanna Krüger
Johanna Krüger
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Ein buntes Plakat mit einem blauen Hintergrund und weißer fettgedruckter Schrift in der Mitte, betitelt mit "Wie man Studentenkreditschwindeleien vermeidet", mit einer kleinen Illustration eines Schülers mit einem Vergrößerungsglas oben rechts und einer Liste von Schritten, um Schwindeleien zu vermeiden.Johanna Krüger

Sechsstelliger Betrug: Ältere Frau verliert Ersparnisse durch falsche App-Store-Mitarbeiter

Eine ältere Frau aus Mülheim hat nach einem aufwendigen Telefonbetrug einen sechsstelligen Betrag verloren, nachdem Betrüger sich als Sicherheitsmitarbeiter ausgegeben hatten. Die Kriminellen überredeten sie, ihr Geld auf ein angeblich "sicheres Konto" zu überweisen, und behaupteten, ihre Ersparnisse seien in Gefahr.

Der Betrug begann, als die Geschädigte eine Push-Nachricht auf ihrem Smartphone erhielt – scheinbar von einer App Store-App. Darin wurde sie aufgefordert, eine bestimmte Telefonnummer anzurufen. Als sie dies tat, gab sich der Anrufer als Mitarbeiter des Sicherheitsteams der App Store aus und warnte sie, Betrüger hätten über ihr Konto Kryptowährung gekauft.

Im Laufe eines langen Telefonats überredete der Hochstapler die Frau, eine Software herunterzuladen, die ihm Fernzugriff auf ihren Computer ermöglichte. Unter seiner Anleitung loggte sie sich in ihr Bankkonto ein. Der Betrüger wies sie an, mehrere Überweisungen vorzunehmen, und räumte so ihr Konto um den sechsstelligen Betrag leer, bevor er das Gespräch beendete, als das Limit erreicht war.

Misstrauisch geworden, wandte sich die Frau später an die Polizei, um den Vorfall zu melden. Die Behörden warnen seitdem die Bevölkerung dringend davor, auf Anweisung von Fremden Software zu installieren oder Fernzugriff auf Geräte zu gewähren. Zudem raten sie, keine persönlichen oder finanziellen Daten an unbekannte Anrufer weiterzugeben.

Der Fall zeigt, wie gefährlich Telefonbetrug sein kann, insbesondere wenn ältere oder schutzbedürftige Menschen ins Visier genommen werden. Die Polizei ruft weiterhin zur Vorsicht bei unaufgeforderten Anrufen oder Nachrichten auf. Wer verdächtige Anfragen nach Geld oder Kontodaten erhält, sollte die Identität des Anrufers eigenständig überprüfen, bevor er handelt.