Sanierungen in der Region: Zwischen Fortschritt und Stillstand bei Schulen und Kultureinrichtungen

Julian Lang
Julian Lang
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Blick auf das Olympische Stadion von einem hohen Standpunkt aus, mit verschiedenen Objekten und Grünflächen im Vordergrund und einem bewölkten Himmel im Hintergrund.Julian Lang

Sanierungen in der Region: Zwischen Fortschritt und Stillstand bei Schulen und Kultureinrichtungen

Sanierungen und Wiedereröffnungen in der Region verlaufen unterschiedlich

Bei Schulen und Kultureinrichtungen in der Region gibt es gemischte Fortschritte bei den Renovierungs- und Wiedereröffnungsplänen. Während einige Einrichtungen ihren Betrieb wiederaufgenommen haben, kämpfen andere mit anhaltenden Verzögerungen oder neuen Herausforderungen. Zu den aktuellen Entwicklungen zählen Änderungen bei der Erweiterung von Sportanlagen, Museums-Schließungen und Barrierefreiheitsprobleme an einer Musikschule.

An den Otto-Hahn-Schulen sind die Hallen 1, 5 und 6 nun wieder voll nutzbar. Die Hallen 2 bis 4 bleiben jedoch wegen der Erneuerung der Beleuchtung geschlossen; eine teilweise Wiedereröffnung ist erst nach den Osterferien geplant. Unterdessen hat die Mehrzweckhalle der IGP wieder geöffnet, doch die Geräteräume bleiben bis zur Fertigstellung der Bodenreparaturen in den Osterferien gesperrt.

Die Nelson-Mandela-Gesamtschule hat weiterhin mit Einschränkungen zu kämpfen: Ihre Turnhalle bleibt für einen längeren Zeitraum geschlossen, während Renovierungsvorschläge geprüft werden. Auch das Bergische Museum in Bensberg ist aufgrund ungelöster Probleme bei der elektrischen Sicherheit weiterhin nicht zugänglich – ein konkreter Wiedereröffnungstermin steht noch nicht fest.

Positiv entwickelt sich dagegen die Situation im Schulmuseum Katterbach: Die Besucherzahlen stiegen um 25 Prozent und übertreffen mit über 4.000 Gästen die Werte des Vorjahres, in dem die Einrichtung ohne Leitung war. Der Aufschwung ist auf die nun stabilisierten Abläufe zurückzuführen.

Die Pläne für den Sportkomplex an der Paffrather Straße wurden erneut überarbeitet. Ein sechster Entwurf sieht nun ein kleineres Kunstrasenfeld, eine multifunktionale Freizeitfläche und einen mit Schotter bedeckten Veranstaltungsparkplatz vor. Der Ausschuss stimmte einstimmig für dieses aktualisierte Konzept, doch die ursprünglichen Kostenschätzungen für das Projekt bleiben unklar.

Kritik gibt es zudem an der Barrierefreiheit der örtlichen Musikschule: Ihr einziger großer Proberaum befindet sich im Obergeschoss und ist nur über Treppen erreichbar. Das erschwert inklusive Programme und stellt ältere Chormitglieder vor Probleme. Die Installation eines Aufzugs würde weitere Brandschutz- und Statikprüfungen erfordern, bevor eine Genehmigung erteilt werden kann. Als Übergangslösung prüfen die Verantwortlichen nun, ob Chorproben in benachbarte Schulen verlegt werden können.

Insgesamt verlaufen die Fortschritte in der Region uneinheitlich: Einige Einrichtungen öffnen wieder, andere bleiben geschlossen oder in der Prüfphase. Die genehmigten Pläne für den Sportkomplex werden umgesetzt, auch wenn die finanziellen Details noch fehlen. Verbesserungen bei der Barrierefreiheit der Musikschule hängen von weiteren Gutachten ab, und Kultureinrichtungen wie das Bergische Museum warten auf notwendige Sicherheitsnachbesserungen, bevor sie Besucher wieder empfangen können.