"Rosenstrauch-Beschneidung" glänzt auf der Berlinale mit Starpaar und Familiendrama

Julian Lang
Julian Lang
2 Min.
Ein Mann und eine Frau umarmen und küssen sich auf einer Bühne, wobei die Frau einen Blumenstrauß hält, umgeben von Stühlen und Blumenvasen.Julian Lang

"Rosenstrauch-Beschneidung" glänzt auf der Berlinale mit Starpaar und Familiendrama

"Rosenstrauch-Beschneidung" feiert Weltpremiere auf der Berlinale – mit Staraufgebot und Valentinsromantik

Am Samstagabend stand die Weltpremiere von "Rosenstrauch-Beschneidung" im Mittelpunkt der Berliner Filmfestspiele. Der von Karim Aïnouz inszenierte Film begleitet vier amerikanische Geschwister, die sich mit Einsamkeit, Erbe und zerrütteten Familienbanden auseinandersetzen müssen. Die Gala auf dem roten Teppich sorgte zudem für Aufsehen, als das Promi-Paar Dua Lipa und ihr Verlobter, Hauptdarsteller Callum Turner, an Valentinstag gemeinsam auftrat.

Karim Aïnouz, bekannt für seine visuell beeindruckenden und thematisch mutigen Filme, präsentierte "Rosenstrauch-Beschneidung" als seine jüngste Auseinandersetzung mit Familientrauma und Patriarchat. Inspiriert von Marco Bellocchios Klassiker "Faust im Nacken" (1965) taucht der Film in die toxischen Dynamiken einer wohlhabenden Familie ein. Aïnouz, ein Berlinale-Stammgast, hatte zuvor "Motel Destino" gedreht, bevor er sich an dieses Projekt wagte. Gleichzeitig äußerte er offen den Wunsch, eines Tages einen James-Bond-Film zu inszenieren.

Auf dem roten Teppich zog Dua Lipa alle Blicke auf sich, die überraschend erschien, um Turner zu unterstützen. Das Paar feierte den Valentinstag mit Stil: Lipa trug ein gewagtes, durchsichtiges Spitzenkleid, Turner präsentierte sich in einem schlichten braunen Anzug. Zuvor hatte Turner Fragen zu Gerüchten ausweichen müssen, die ihn mit der Rolle des nächsten 007 in Verbindung bringen. Als er darauf angesprochen wurde, wich er aus – woraufhin sein Co-Star Tracy Letts scherzte, er solle stattdessen für die Rolle in Betracht gezogen werden.

In "Rosenstrauch-Beschneidung" spielt Turner einen von vier Geschwistern, die mit Vermächtnis, Macht und emotionalen Narben kämpfen. Der Film feierte am 14. Februar 2026 Premiere und verbindet scharfe Satire mit psychologischer Tiefe.

Die Berliner Premiere unterstrich sowohl die provokanten Themen des Films als auch das mediale Interesse an den Darstellern. Aïnouzs Drama startet nun mit großer Aufmerksamkeit in den Festivalkreis. Für Turner und Lipa verschmolz der Abend berufliche Meilensteine mit einer sehr öffentlichen romantischen Geste – und hielt damit sowohl Fotografen als auch die Bond-Spekulationen fest im Rampenlicht.