Riesiger Batteriespeicher in Ibbenbüren treibt die Energiewende in NRW voran

Lina Koch
Lina Koch
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Eine alte Ansichtskarte zeigt das Battery Park Hotel in Asheville, North Carolina, ein großes Gebäude mit einer Fahne oben drauf, umgeben von Bäumen, Pflanzen, Gras und einem Weg, mit Text unten.Lina Koch

Riesiger Batteriespeicher in Ibbenbüren treibt die Energiewende in NRW voran

In Ibbenbüren entsteht ein riesiger Batteriespeicher – ein wichtiger Meilenstein für die Energiewende in Nordrhein-Westfalen. Das Vorhaben im I-NOVA-Park wird eine Fläche von sieben Fußballfeldern umfassen und bis zu 1,9 Gigawattstunden (GWh) Energie speichern können – genug, um fast 500.000 Haushalte einen Tag lang mit Strom zu versorgen. Nach seiner Fertigstellung wird es die größte Anlage dieser Art in der Region sein.

Der Speicher spielt eine zentrale Rolle für die Stabilität des lokalen Stromnetzes. Durch etwa zweimal tägliches Be- und Entladen hilft er, Schwankungen im Energieangebot auszugleichen. Ein automatisiertes Steuersystem ermöglicht schnelle Reaktionen auf Netzanforderungen und sichert so eine stabile Frequenz.

Der Baubeginn ist für Anfang 2027 geplant; das Projekt wird schrittweise ausgebaut. Die gespeicherte Energie stammt aus Solar- und Windkraftanlagen und wird bei Bedarf ins Netz eingespeist. Die Initiative ist Teil der umfassenden Umnutzung des ehemaligen Ibbenbürener Bergbaugebiets, das sich zu einem modernen Energiezentrum entwickelt.

Das Vorhaben unterstreicht zudem das Vertrauen in die Zukunft des I-NOVA-Parks. Zwar ist mit dem 1,8-GWh-Trianel-Batteriepark Waltrop bei Lünen ein weiteres Großprojekt in Planung, doch bleibt Ibbenbürens 1,9-GWh-Anlage die größte ihrer Art in der Region. Für den Waltroper Speicher wird bis Februar 2026 mit einer Baugenehmigung gerechnet; die Inbetriebnahme ist für Mitte 2028 vorgesehen.

Sobald der Ibbenbürener Speicher in Betrieb geht, wird er die Energieinfrastruktur der Region stärken. Seine Fähigkeit, große Mengen erneuerbarer Energie zu speichern und bei Bedarf abzugeben, trägt zur Netzsicherheit bei. Das Projekt steht zudem symbolisch für den Wandel Nordrhein-Westfalens – weg vom industriellen Bergbau, hin zu nachhaltigen Energielösungen.