05 June 2026, 18:11

Revolution in der Medizin: Automatisierte Stammzelltherapien ab Juli 2024 in Entwicklung

Innovationsschub für die Biotechnologie in NRW

Revolution in der Medizin: Automatisierte Stammzelltherapien ab Juli 2024 in Entwicklung

Neues Forschungsprojekt RauPE startet im Juli 2024: Automatisierte Herstellung von Stammzelltherapien

Im Juli 2024 beginnt ein neues Forschungsvorhaben mit dem Namen RauPE, das die automatisierte Produktion von Stammzelltherapien vorantreiben soll. Gefördert von der Europäischen Union und dem Land Nordrhein-Westfalen, zielt die Initiative darauf ab, fortschrittliche Behandlungen erschwinglicher zu machen. In dem auf drei Jahre angelegten Projekt arbeiten Expertinnen und Experten aus Industrie und Wissenschaft zusammen, um skalierbare Herstellungsverfahren zu entwickeln.

Im Mittelpunkt von RauPE steht die Produktion von extrazellulären Vesikeln (EVs), die vielversprechende Ansätze für die Behandlung degenerativer Erkrankungen und Krebs bieten. Diese winzigen Partikel, die aus Stammzellen gewonnen werden, könnten gezielte Therapien ermöglichen – und das ohne die hohen Kosten herkömmlicher zellbasierter Behandlungen.

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Kern des Projekts sind immortalisierte mesenchymale Stammzellen (ciMSCs), die ursprünglich am Universitätsklinikum Essen entwickelt wurden. Sie bieten eine stabile und zuverlässige Quelle für die Großserienproduktion. Das in Aachen ansässige Unternehmen BioThrust GmbH, das das Projekt leitet, hat spezielle Membranreaktor-Kartuschen entworfen, um empfindliche Stammzellen effizient zu vermehren.

Das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie (IPT) integriert den gesamten EV-Herstellungsprozess in seine AUTOSTEM-Laborplattform. Durch diese Automatisierung wird eine sichere und standardisierte Produktion gewährleistet, die menschliche Fehler reduziert und die Kosten senkt. Durch die Zusammenarbeit des Fraunhofer IPT, von BioThrust GmbH und des Universitätsklinikums Essen strebt das Team ein vollautomatisiertes System für die Herstellung zellbasierter Therapien an.

Gelingt das Projekt, könnte dies den Zugang zu Stammzelltherapien deutlich erleichtern. Die automatisierte Produktion würde die Kosten bei gleichbleibend hoher Qualität senken. Erreicht die dreijährige Initiative ihre Ziele, könnten Patientinnen und Patienten mit degenerativen Erkrankungen und Krebs von bezahlbareren Behandlungsmöglichkeiten profitieren.

Quelle