RE47 bleibt weiter stillgelegt: Warum die Direktverbindung zwischen Remscheid und Düsseldorf scheitert
Julian LangRE47 bleibt weiter stillgelegt: Warum die Direktverbindung zwischen Remscheid und Düsseldorf scheitert
Regionalexpress 47 (RE47): Geplante Direktverbindung bleibt auf der Strecke
Eigentlich sollte der Regionalexpress 47 (RE47) eine stündliche Direktverbindung zwischen Remscheid-Lennep und Düsseldorf über Solingen herstellen – beworben als wichtige Strecke, die Deutschlands höchste Eisenbahnbrücke, die Müngstener Brücke, überquert. Doch seit dem geplanten Start im Dezember 2022 kämpft der Zug mit wiederholten Verspätungen und Ausfällen. Nun, da 2023 kein einziger Zug fuhr und ein Neustart 2025 ungewiss ist, wächst die Verärgerung bei lokalen Politikern und Verkehrsverantwortlichen.
Ursprünglich für den 11. Dezember 2022 vorgesehen, kam der RE47 nie richtig in Fahrt. Ständige Reparaturen und eine überalterte Zugflotte ließen die Strecke das gesamte Jahr 2023 stillstehen. Selbst in den Phasen, in denen der Betrieb aufgenommen wurde, plagten den Zug übermäßiger Lärm und Emissionen, was zu weiteren Problemen führte.
Die Grünen in Solingen üben scharfe Kritik an der anhaltenden Misere. Leon Kröck, verkehrspolitischer Sprecher der Partei, fordert unverzügliche Maßnahmen, um die veralteten Züge zu ersetzen. Zudem verlangt er garantierte Verbindungen während der Stoßzeiten am Morgen und Nachmittag, um weitere Ausfälle zu vermeiden.
Über kurzfristige Lösungen hinaus setzen sich die Grünen für einen beschleunigten Umstieg auf batteriebetriebene Elektrotriebzüge (BEMU) bis 2026 ein. Ziel ist es, die Strecke zu modernisieren und ihre Umweltbelastung zu verringern. Doch angesichts der ungewissen Zukunft des RE47 wachsen die Bedenken, welche Rolle er im Verkehrswandel der Region noch spielen kann.
Die Einstellung des RE47 entwickelt sich zunehmend zum Hindernis für die Regiobahn im Kreis Mettmann und den generellen Umstieg auf nachhaltige Mobilität. Ohne klare Perspektive auf eine Wiederinbetriebnahme bleiben Pendler und lokale Verantwortliche in Unsicherheit. Die Forderung nach modernem Wagenmaterial und zuverlässigen Verbindungen in den Hauptverkehrszeiten bleibt für die Betroffenen oberste Priorität.






