Polizei kontrolliert Winterreifen: Jeder achte Fahrer riskiert Bußgeld und Sicherheit
Johanna KrügerPolizei kontrolliert Winterreifen: Jeder achte Fahrer riskiert Bußgeld und Sicherheit
Eine kürzliche Polizeikontrolle in der Nähe von Königswinter-Ittenbach unterstrich die Bedeutung von Winterreifen. Beamte überprüften 140 Fahrzeuge und stellten bei 11 fest, dass diese nicht mit geeigneter Bereifung für winterliche Bedingungen ausgestattet waren. Zudem musste die L331 aufgrund von Glatteis zeitweise gesperrt werden – ein weiterer Beleg dafür, wie wichtig eine sorgfältige Vorbereitung ist.
Nach der deutschen Straßenverkehrsordnung sind Autofahrer verpflichtet, bei Glatteis, Schnee, Schneematsch, Reif oder Eis mit geeigneten Reifen unterwegs zu sein. Zugelassen sind Winterreifen mit dem Alpine-Symbol, während Ganzjahres- oder Allwetterreifen nur bis Ende September 2024 genutzt werden dürfen.
Sommerreifen verlieren bereits bei Temperaturen unter 7°C an Wirkung, da das Gummi hart wird und die Haftung nachlässt. Gute Winterreifen können ein Fahrzeug bei einer Geschwindigkeit von 50 km/h nach etwa 35 Metern zum Stehen bringen – Sommerreifen benötigen dafür rund 10 Meter mehr.
Wer ohne passende Bereifung erwischt wird, muss mit einem Bußgeld von 60 Euro rechnen. Kommt es aufgrund unzureichender Reifen zu einem Unfall, erhöht sich das Bußgeld auf 120 Euro, zudem gibt es einen Punkt in Flensburg. Auch Fahrzeugbesitzer, die das Fahren ohne Winterreifen anordnen oder zulassen, riskieren ein Bußgeld von 75 Euro und einen Punkt in Flensburg.
Die Kontrollen und die Straßensperrung erinnern daran, welche Risiken mit dem Fahren ohne geeignete Reifen im Winter verbunden sind. Wer gegen die Vorschriften verstößt, muss mit Bußgeldern und Punkten rechnen. Aus Sicherheitsgründen wird dringend zu Winterreifen bei Kälte geraten.
