Online-Betrug und Autodiebstahl: Wie ein Lüdenscheider Opfer zweier Straftaten wurde

Julian Lang
Julian Lang
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Ein Schwarz-Weiß-Foto eines Ladenschaufensters mit zerbrochener Scheibe, Stickern auf der rechten Seite und einem Gestell mit verschiedenen Gegenständen im Hintergrund.Julian Lang

Online-Betrug und Autodiebstahl: Wie ein Lüdenscheider Opfer zweier Straftaten wurde

36-Jähriger aus Lüdenscheid fällt auf Betrug im Online-Marktplatz herein – Sonnenbrille aus Auto in Schättekopf gestohlen

Ein 36-jähriger Mann aus Lüdenscheid hat Geld verloren, nachdem er auf einen Betrug in einem Online-Marktplatz hereingefallen war. Die Betrüger lockten ihn auf eine gefälschte Website, wo er seine Bankdaten eingab. Unterdessen meldete die Polizei einen weiteren Vorfall: Aus einem in Schättekopf geparkten Auto wurde eine Sonnenbrille entwendet.

Das Opfer hatte über den Online-Marktplatz einen scheinbar seriösen Link erhalten. Nach dem Anklicken gab er seine Zugangsdaten auf einer täuschend echten, aber betrügerischen Seite ein. Die Kriminellen griffen daraufhin auf sein Konto zu und verschoben Geld von seinem Spar- auf sein Girokonto.

In einem anderen Fall wurde bei einem in Schättekopf abgestellten schwarzen Audi A3 die Seitenscheibe eingeschlagen. Die Diebe entwendeten lediglich eine Sonnenbrille und verließen anschließend den Tatort.

Die Behörden warnen erneut vor unaufgeforderten Links oder QR-Codes auf Handelsplattformen. Nutzer sollten Bankdaten ausschließlich über das offizielle Zahlungsportal des Marktplatzes eingeben. Die Zahlungsoption "Freunde und Familie" solle zudem nur für vertrauenswürdige Kontakte genutzt werden.

Aktuelle Daten zeigen einen deutlichen Anstieg von Online-Betrug: Gefälschte Shops nahmen im letzten Quartal 2025 um über 120 Prozent zu. Bei sogenannten "Scam Yourself"-Angriffen, bei denen Opfer dazu gebracht werden, selbst Geld zu überweisen, stieg die Zahl der Fälle im selben Zeitraum um 28 Prozent.

Die Vorfälle unterstreichen die wachsenden Risiken durch Online-Betrug und Gelegenheitdiebstahl. Die Polizei rät Nutzern von Marktplattformen, Zahlungsseiten vor der Eingabe sensibler Daten genau zu prüfen. Autofahrer werden zudem daran erinnert, keine Wertgegenstände sichtbar im Fahrzeug liegen zu lassen.