Ohligser Kreisverkehr: Proteste gegen strittige Umgestaltung ohne Bürgerbeteiligung
Julian LangOhligser Kreisverkehr: Proteste gegen strittige Umgestaltung ohne Bürgerbeteiligung
Die Pläne zur Umgestaltung des Ohligser Kreisverkehrs haben in der örtlichen Gemeinschaft für Aufsehen gesorgt. Die vorgeschlagenen Änderungen würden ein zentrales Element des Ohligser Dorffests beseitigen – was auf Widerstand bei Anwohnern und Gruppen wie der Bürgergemeinschaft für Solingen (BfS) stößt.
Die BfS kritisiert das Umgestaltungskonzept, weil es die Möglichkeiten einer „mobilen Begrünung“ auf wasserdurchlässigen Flächen außer Acht lasse. Die Pläne berücksichtigten weder ökologische noch gemeindliche Bedürfnisse ausreichend, so die Organisation.
Auch der Ohligser Werbegemeinschaft (OWG) wurde die Wortmeldung in einer Bezirksratssitzung verwehrt. Trotz eines Antrags der BfS kam ihre Position in den Beratungen nicht zur Sprache. Andere Ratsfraktionen haben die Umgestaltung hingegen bereits unterstützt.
Diese Ausgrenzung hat die Spannungen zwischen etablierten politischen Gruppen und der lokalen Bevölkerung weiter verschärft. Die BfS betont, dass die Bedenken der Anwohner zum Kreisverkehr berechtigt seien und hätte gehört werden müssen.
Die Umgestaltung wird nun ohne die Einbindung der OWG oder einer breiteren Bürgerbeteiligung vorangetrieben. Der Verlust einer Festattraktion und die ignorierten ökologischen Ansätze bleiben zentrale Streitpunkte. Die Entscheidung wirft Fragen auf, wie künftig lokale Stimmen in der Bezirksplanung gewichtet werden.






