Oberliga-Spiel endet in gewalttätigem Chaos mit Festnahmen und Bahn-Sperrung
Luisa KleinOberliga-Spiel endet in gewalttätigem Chaos mit Festnahmen und Bahn-Sperrung
Oberliga-Spiel zwischen Rot-Weiß Ahlen und SG Wattenscheid 09 endet im Chaos
Ein Oberliga-Spiel zwischen Rot-Weiß Ahlen und der SG Wattenscheid 09 ist in tumultartigen Szenen geendet, nachdem es innerhalb und außerhalb des Stadions zu gewalttätigen Auseinandersetzungen gekommen war. Die Polizei griff ein, als verfeindete Hooligan-Gruppen aufeinandertrafen. Dabei gab es Verletzte, Festnahmen und eine vorübergehende Einstellung des Bahnverkehrs.
Die Unruhen begannen, als Heimfans Pyrotechnik zündeten und mitgereiste Anhänger des niederländischen Vereins PEC Zwolle Böller explodieren ließen. Der Schiedsrichter unterbrach die Partie, nachdem ein weiterer Knallkörper auf dem Spielfeld gelandet war, und wertete das Spiel zugunsten von Wattenscheid.
Nach dem Abpfiff kam es zu Zusammenstößen zwischen Ahlen-Hooligans, ihren Zwolle-Verbündeten und Polizeikräften im und um das Stadion. Ein Beamter erlitt eine leichte Armverletzung, nachdem er mit einer Eisenstange getroffen worden war. Etwa 40 Personen drangen anschließend auf nahegelegene Gleise vor, rissen Schottersteine heraus und zwangen die Bahn dazu, den Verkehr vorübergehend einzustellen.
Die Polizei nahm drei Zwolle-Anhänger fest: Zwei Erwachsene wurden vorläufig in Gewahrsam genommen, ein Minderjähriger kam in Schutzhaft. Die Behörden ermitteln mittlerweile wegen schwerer Landfriedensbrüche, Angriffe auf Einsatzkräfte und grober Sicherheitsmängel.
Verletzte unter unbeteiligten Zuschauern wurden nicht gemeldet. Der Vorfall bleibt bislang ein Einzelfall – weitere hooliganbedingte Störungen in anderen Stadien oder Sportevents der Region Westfalen-Lippe gab es in diesem Jahr nicht. Die Untersuchungen zu den Ausschreitungen und den Sicherheitsversäumnissen laufen noch.






