NRW-Städte streichen Hundesteuer für ältere Tierheimhunde – ein Trend mit Signalwirkung
Luisa KleinNRW-Städte streichen Hundesteuer für ältere Tierheimhunde – ein Trend mit Signalwirkung
Immer mehr Städte in Nordrhein-Westfalen schaffen Hundeabgaben für ältere Tierheimhunde ab, um Adoptionen zu fördern. Die jüngsten Initiativen kommen aus Troisdorf und Eitorf, wo neue Regelungen Seniorenhunden den Weg in ein Zuhause erleichtern sollen. Damit setzt sich ein wachsender Trend in der Region fort, Tierschutz durch steuerliche Entlastungen zu unterstützen.
Die Stadt Gronau machte 2021 den Anfang, als sie als erste die Hundesteuer für ältere Tierheimtiere strich. Der Erfolg inspirierte andere Kommunalverwaltungen zu ähnlichen Schritten.
Troisdorf hatte bereits eine dreijährige Steuerbefreiung für alle Tierheimhunde eingeführt. Nun wurde die Regelung dauerhaft verlängert – allerdings nur für Hunde ab acht Jahren. Ralf Berensmeier, Bezirksdirektor und Sozialdezernent, begrüßte die Entscheidung und hofft, dass sie mehr Bürger dazu bewegt, ältere Tiere zu adoptieren.
Die Nachbargemeinde Eitorf geht noch einen Schritt weiter: Die Kommune strich die verpflichtende Wesensprüfung für als gefährlich eingestufte Hunde. Damit können nun auch ältere Rassen, die auf der Liste stehen, ohne zusätzliche Gebühren oder Tests vermittelt werden. Beide Städte sicherten zudem zu, dass für diese Seniorenhunde lebenslang keine Hundesteuer anfällt.
Die Änderungen haben auch in Aachen, Heinsberg und Coesfeld Diskussionen ausgelöst. Dort prüfen lokale Verantwortliche nun eigene Steuererlasse für ältere Tierheimhunde.
Die Politikwende in Troisdorf und Eitorf beseitigt finanzielle und bürokratische Hürden bei der Vermittlung älterer Hunde. Immer mehr Kommunen ziehen nach – ein Zeichen für einen breiteren Wandel hin zu tierfreundlicheren Regelungen. Mit weniger Hindernissen könnten Seniorenhunde in der Region bald bessere Chancen auf ein dauerhaftes Zuhause haben.






