NRW setzt auf freiwillige Rückkehr: Warum abgelehnte Asylbewerber Deutschland selbst verlassen
NRW setzt auf freiwillige Rückkehr: Warum abgelehnte Asylbewerber Deutschland selbst verlassen
In Nordrhein-Westfalen entscheiden sich immer mehr abgelehnte Asylbewerber für eine freiwillige Ausreise aus Deutschland, statt eine Abschiebung abzuwarten. Die Landesregierung fördert diese Entwicklung nun gezielt und bietet finanzielle Hilfen sowie Beratungsangebote an, um die Rückkehr zu erleichtern. Einige Familien kehren sogar bereits vor einer endgültigen Entscheidung über ihren Asylantrag in ihre Heimat zurück.
Der Kreis Hamm hat in den vergangenen drei Jahren 753 Menschen bei der freiwilligen Rückkehr unterstützt. Die Mittel stammen aus dem Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds (AMIF) der EU, der Reisekosten und Unterstützung bei der Wiedereingliederung übernimmt. Eine aserbaidschanische Familie, die Zeynalovs, erhielt nach der Ablehnung ihres Asylantrags rund 6.000 Euro – fast ein Jahresgehalt in ihrem Heimatland.
Abschiebungen bleiben hingegen kostspielig: Allein ein Bundes-Charterflug nach Pakistan kostete im vergangenen Jahr über 400.000 Euro. Die Behörden stehen unter Druck, die Zahl der Rückführungen zu erhöhen, doch freiwillige Ausreisen gelten als effizientere Lösung. Ministerin Josefine Paul kündigte daher 24,5 neue Beraterstellen an, um Rückkehrer zu begleiten.
Einige Familien, wie die Demirs aus der Türkei, verlassen Deutschland bereits, bevor über ihren Asylantrag entschieden wurde. Andere, wie die Zeynalovs, hatten sich seit 2023 im Kreis Unna niedergelassen, entschieden sich aber nach Abschiebedrohungen zur Rückkehr.
Mit dem Fokus auf freiwillige Ausreisen will das Land Kosten sparen und die Belastung des Asylsystems verringern. Durch erweiterte Beratungsangebote und finanzielle Anreize könnte sich die Zahl der abgelehnten Asylbewerber, die ohne Zwang ausreisen, erhöhen. Wie viele Menschen 2024 tatsächlich zurückkehrten, bleibt jedoch unklar – die aktuellen Daten stehen noch aus.
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