NRW reformiert KiBiz: Mehr Geld, bessere Betreuung und flexible Kita-Öffnungszeiten

Julian Lang
Julian Lang
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Ein aufgeschlagenes Buch mit einer Zeichnung von spielenden Kindern in einer Kita, begleitet von Text, Bildern und einer Tabelle mit verschiedenen Gegenständen.Julian Lang

NRW reformiert KiBiz: Mehr Geld, bessere Betreuung und flexible Kita-Öffnungszeiten

Die schwarz-grüne Landesregierung hat eine umfassende Reform des Kinderbildungsgesetzes (KiBiz) vorgelegt, um die Betreuung in Kitas und die frühkindliche Bildung zu verbessern. Der Gesetzentwurf wurde vergangenen Freitag in den Landtag eingebracht und leitet damit das Gesetzgebungsverfahren ein. Nach Angaben der Behörden soll die Reform die Kinderbetreuung zuverlässiger, planbarer und qualitativ hochwertiger machen.

Im Mittelpunkt der Neuerungen stehen drei zentrale Bereiche: Finanzierung, Personal und Flexibilität. Trägern von Kindertageseinrichtungen sollen ab dem 1. August 2027 jährlich zusätzliche 200 Millionen Euro für Transformationskosten zur Verfügung stehen. Zudem sind 1,5 Milliarden Euro für Investitionen in die Kita-Infrastruktur in den kommenden Jahren vorgesehen.

Die Reform zielt auch auf bessere Arbeitsbedingungen und die Gewinnung von Fachkräften ab. Neue Maßnahmen sollen Trägern helfen, mehr Personal zu gewinnen und auszubilden, während flexible Kern- und erweiterte Öffnungszeiten die Schließzeiten verringern sollen. Der Entwurf entstand unter Einbeziehung von Verbänden, deren Rückmeldungen in die praktische Ausgestaltung einflossen.

Martin Lucke, CDU-Landtagsabgeordneter, begrüßte die Reform als "wichtigen Schritt zu einer verlässlichen und hochwertigen Kinderbetreuung". Die Landesregierung betont, dass der Plan den Trägern mehr finanzielle Planungssicherheit, Eltern mehr Verlässlichkeit und Kindern ein stabileres Umfeld bieten werde.

Konkrete Strategien zur Gewinnung und Qualifikation von Kita-Personal auf Landesebene fehlen im Reformpaket bisher. Auf Bundesebene werden derzeit Themen wie Vermittlungsprioritäten, Sanktionen für Familien oder die Einführung einer ganztägigen Betreuung in den Schulferien diskutiert. Die weiteren Schritte hängen nun von der Beratung des Entwurfs im Landtag ab.