Niederkrüchten bleibt bis 2028 ohne Glasfaserausbau durch Deutsche Glasfaser
Lina KochNiederkrüchten bleibt bis 2028 ohne Glasfaserausbau durch Deutsche Glasfaser
Deutsche Glasfaser streicht Niederkrüchten bis mindestens Ende 2027 aus dem Glasfaserausbau
Das Unternehmen hat nach einer finanziellen Bewertung, die erhebliche Herausforderungen aufzeigte, beschlossen, den Ausbau in der nordrhein-westfälischen Gemeinde vorerst nicht vorzunehmen. Parallel dazu bestätigt Deutsche Glasfaser jedoch Pläne für eine kommerzielle Erschließung im Ortsteil Elmpt – und zwar ohne öffentliche Förderung oder umfangreiche kommunale Unterstützung.
Anfang 2025 hatte Deutsche Glasfaser in Elmpt, einem Ortsteil von Niederkrüchten, das Nachfragebündelungsverfahren abgeschlossen. Dabei konnte das Unternehmen genug Kundenverträge abschließen, um den wirtschaftlich tragfähigen Ausbau des Glasfasernetzes zu rechtfertigen. Anders als bei anderen Projekten erfolgt diese Expansion ohne Subventionen oder nennenswerte behördliche Beteiligung.
Lokale Vertreter und Ehrenamtliche hatten sich intensiv für den Netzausbau in Elmpt eingesetzt. Frank Kriegers, der zuvor Infrastrukturprojekte für die Gemeinde koordinierte, verwies jedoch auf steigende Kosten und Ressourcenengpässe bei deutschen Netzbetreibern als zentrale Gründe für die Entscheidung, den Ausbau in Niederkrüchten vorerst auszusetzen.
Trotz dieser Rückschläge bleibt die Internetversorgung in Niederkrüchten auf hohem Niveau: Über 96 Prozent der Haushalte verfügen bereits über Anschlüsse mit bis zu 1.000 Mbit/s, mehr als 98 Prozent haben mindestens 100 Mbit/s zur Verfügung.
Ein Ausbau des Deutsche-Glasfaser-Netzes in Niederkrüchten ist vor 2028 nicht geplant. Anwohner mit Fragen zu dem Projekt oder Verträgen wurden aufgefordert, sich direkt an das Unternehmen zu wenden. Der Fokus liegt derzeit auf der kommerziellen Erschließung in Elmpt.
