Neue Führung und kulturelle Weichenstellungen im Städtetag NRW

Julian Lang
Julian Lang
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Ein Tagungsraum mit einer Gruppe von Menschen, die auf Stühlen sitzen, zwei ausländischen Flaggen, einem orangen Schreibtisch mit Wasserflaschen und einem Mikrofon.Julian Lang

Neue Führung und kulturelle Weichenstellungen im Städtetag NRW

Vertreter aus Kommunalpolitik und Kultur trafen sich in Gütersloh zur 137. Sitzung des Kulturausschusses des Städtetags Nordrhein-Westfalen. Rund 30 Teilnehmer folgten der Einladung zu der Zusammenkunft, die einen Wechsel in der Führungsspitze sowie zentrale Weichenstellungen für die künftige Kulturpolitik markierte. Gleichzeitig wurde zwei langjährigen Mitgliedern gedankt, die nach Jahren des Engagements aus dem Gremium ausschieden.

Die Sitzung wurde von Stellvertreter Andreas Kimpel geleitet, dem Gütersloher Dezernenten für Kultur und Weiterbildung. Gemeinsam mit dem Ausschussvorsitzenden Jörg Stüdemann, die beide nach prägenden Jahren für die Arbeit des Gremiums in den Ruhestand treten, blicken sie auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit zurück. Kimpel betonte in seinem Dank die Bedeutung von Kultur als verbindendes Element, das Identität stiftet und den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärkt.

Dr. Michael Reitemeyer informierte über aktuelle Entwicklungen in der Landeskulturpolitik und hob dabei die erhöhten Fördermittel für Theater und Orchester hervor. Im Anschluss diskutierte der Ausschuss Möglichkeiten, die künftige Zusammenarbeit – insbesondere mit Spielstätten ohne eigenes Ensemble – zu intensivieren.

Nadine Lindemann und Dorothea Gregor stellten den Kulturmonitor Relevanz vor, eine Studie, die die Teilhabe der Bevölkerung an kulturellen Angeboten in Deutschland untersucht. Die Ergebnisse lösten eine Debatte aus, wie kulturelle Angebote noch besser an die Bedürfnisse der Communities angepasst werden können.

Auch personelle Veränderungen standen auf der Tagesordnung: Cornelia Wilkens, Kulturdezernentin der Stadt Münster, wurde zur neuen Vorsitzenden gewählt, während Ursula Platen, Kulturdezernentin der Stadt Neuss, die Position der stellvertretenden Vorsitzenden übernahm. Mit einem offiziellen Abschied würdigte das Gremium abschließend die verdienten Leistungen von Kimpel und Stüdemann, die über Jahre hinweg kulturelle Initiativen vorangetrieben hatten.

Die jüngste Sitzung des Kulturausschusses gab neue Impulse für die kulturelle Zusammenarbeit in Nordrhein-Westfalen. Mit frischer Führung und angepassten Förderschwerpunkten wird sich das Gremium künftig auf die Unterstützung von Spielstätten und die Einbindung der Öffentlichkeit konzentrieren. Gleichzeitig wurde das langjährige Engagement der ausscheidenden Mitglieder für die Förderung kultureller Projekte gewürdigt.