20 March 2026, 14:14

Moers' Bürgermeisterin übernimmt Schirmherrschaft für jüdisch-christlichen Dialog und historische Aufklärung

Alte Postkarte der jüdischen Synagoge in Cardiff, Ontario, Kanada, zeigend ein Gebäude mit Fenstern, Türen und Bögen, umgeben von Pflanzen, einem Zaun, Bäumen, einem Pfahl und einem bewölkten Himmel, mit Text oben.

Moers' Bürgermeisterin übernimmt Schirmherrschaft für jüdisch-christlichen Dialog und historische Aufklärung

Bürgermeisterin Julia Zupancic hat offiziell die Schirmherrschaft über die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Moers übernommen. Die Bekanntgabe erfolgte während eines Treffens mit dem Vorstand des Vereins, bei dem sie ihre Entschlossenheit betonte, die jüdische Geschichte der Stadt zu bewahren und Antisemitismus entschlossen entgegenzutreten.

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Bei derselben Veranstaltung stellte die Gesellschaft eine neue Broschüre mit dem Titel "Spuren jüdischen Lebens" vor, die die wenigen verbliebenen Zeugnisse jüdischen Erbes in Moers dokumentiert und die frühen Jahre der jüdischen Gemeinde beleuchtet.

Das Treffen markierte einen bedeutenden Moment für die Gesellschaft, die aus lokalen Initiativen heraus gewachsen ist. Martin Behnisch-Wittig, der evangelische Vorsitzende, unterstrich ihre einzigartige Rolle als Plattform für den Dialog zwischen Christen und Juden. Zudem hob er die starken überregionalen Verbindungen des Vereins hervor, die 1986 dazu beitrugen, dass Moers mit der renommierten Buber-Rosenzweig-Medaille ausgezeichnet wurde – eine Ehre, die seither keiner anderen deutschen Stadt zuteilwurde.

Heinz Kremers und Nikolaus Schneider waren die einzigen Preisträger dieser Auszeichnung in Moers. Die Gesellschaft knüpft weiterhin an dieses Erbe an und setzt einen Schwerpunkt auf die Arbeit mit Jugendlichen, etwa durch regelmäßige Projekte mit örtlichen Schulen.

Bürgermeisterin Zupancic betonte die Bedeutung der Bewahrung der jüdischen Geschichte Moers' und eines aktiven Engagements gegen Antisemitismus. Die neu erschienene Broschüre, die für drei Euro erhältlich ist, liegt nun in verschiedenen öffentlichen Einrichtungen der Stadt aus. Sie bietet Leserinnen und Lesern einen Einblick in die verblassenden, doch bedeutsamen Spuren jüdischen Lebens in Moers sowie historische Einblicke in die Vergangenheit der Gemeinde.

Durch die offizielle Unterstützung der Bürgermeisterin erhält die Arbeit der Gesellschaft zusätzlichen Rückhalt und stärkt ihr Anliegen, aufzuklären und Brücken zu bauen. Die Broschüre "Spuren jüdischen Lebens" dient als greifbare Informationsquelle für Einwohnerinnen, Einwohner und Besucher, die sich für die Geschichte Moers' interessieren. Mit laufenden Schulkooperationen und bundesweiten Partnerschaften bleibt der Verein seinem Ziel treu, das Gedenken an das jüdische Leben in der Stadt wachzuhalten.

Quelle