Miron Muslić führt Schalke 04 mit taktischem Wagemut zurück in die Erfolgsspur

Johanna Krüger
Johanna Krüger
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Schwarzes und weißes Foto von Carl Muschalk, einem deutschen Komponisten mit langem weißem Bart, befestigt an einer weißen Oberfläche mit Text unten.Johanna Krüger

Miron Muslić führt Schalke 04 mit taktischem Wagemut zurück in die Erfolgsspur

Miron Muslić hat die deutsche Fußballwelt in dieser Saison überrascht. Der 43-jährige österreichisch-bosnische Trainer übernahm im Sommer 2025 den FC Schalke 04, nachdem er zuvor bei Plymouth Argyle tätig gewesen war. Unter seiner Führung hat sich der Verein grundlegend gewandelt.

Muslićs Weg nach Schalke begann weit entfernt von Deutschland. In Bosnien geboren, floh er mit seiner Familie während des Krieges im Alter von neun Jahren nach Österreich. 2003 erhielt er die österreichische Staatsbürgerschaft. Seine Trainerkarriere führte ihn durch Stationen wie Ried, Floridsdorf, Cercle Brügge und Plymouth, bevor er in Gelsenkirchen landete.

Sein Einfluss bei Schalke war von Anfang an spürbar. Nach 17 Spielen führte die Mannschaft die Wintertabelle mit 37 Punkten an – ein Erfolg, der in Deutschland auf breite Anerkennung stieß. Bekannt für seinen direkten, kompromisslosen Führungsstil, hat Muslić seinen Spielern eine furchtlose Spielweise vermittelt. Sollte ihm der Aufstieg in die Bundesliga gelingen, wäre er einer der wenigen österreichischen Trainer, die im Ausland erfolgreich waren. Er folgt damit den Spuren von vier früheren österreichischen Cheftrainern bei Schalke: Gustav Wieser, Ferdinand Swatosch, Edi Frühwirth und Max Merkel. Doch sein rasanter Aufstieg und sein taktisches Wagemut heben ihn von seinen Vorgängern ab.

Der Aufschwung von Schalke unter Muslić bringt den Verein auf Kurs für die Rückkehr in die Bundesliga. Mit nur fünf Gegentoren in neun Spielen war seine defensive Organisation entscheidend. Falls der Aufstieg gelingt, wird sein Ruf als aufstrebendes Trainertalent noch weiter wachsen.