Michael-Jackson-Biopic Michael startet nach Turbulenzen endlich im Kino
Julian LangMichael-Jackson-Biopic Michael startet nach Turbulenzen endlich im Kino
Der lange erwartete Michael-Jackson-Biopic Michael kommt nach einjähriger Verzögerung endlich in die Kinos
Die Produktion des Films erlitt 2025 Rückschläge durch kostspielige Nachdrehs, wodurch sich das ursprüngliche Veröffentlichungsdatum verschob. Unterdessen haben sich die Spannungen zwischen dem Nachlass des Popstars und seiner Tochter Paris Jackson wegen des Film-Inhalts und mangelnder finanzieller Transparenz weiter zugespitzt.
Der Biopic, in dem Jaafar Jackson die Hauptrolle als Michael Jackson übernimmt, durchlief vor der Fertigstellung erhebliche Änderungen. Eine Handlung um einen Ankläger wurde nach einer außergerichtlichen Einigung des Nachlassverwalters gestrichen, was Umschreibungen im dritten Akt und steigende Kosten zur Folge hatte. Colman Domingo und Nia Long spielen die Eltern des Sängers, während Miles Teller John Branca verkörpert, Jacksons ehemaligen Anwalt – eine Besetzung, die Paris Jackson öffentlich kritisiert hat.
Paris Jackson hat ihre Bedenken wiederholt geäußert und den Film zuvor als "zuckerbeschichtet" und "unehrlich" bezeichnet. Gemeinsam mit ihren Geschwistern fordert sie mehr Transparenz von den Nachlassverwaltern John Branca und John McClain. Die Anwälte des Nachlasses warfen ihr in einer Eingabe vom 19. März vor, sie inszeniere "Boulevard-Presseauftritte" und "stolziere nur wegen der Aufmerksamkeit in Verhandlungsräume".
Auch finanzielle Streitigkeiten sind in den Vordergrund gerückt. Gerichtsakten zufolge hat Paris bereits etwa 65 Millionen Dollar aus dem Nachlass erhalten und könnte in Zukunft Hunderte Millionen mehr erben. Dennoch genehmigte ein Richter kürzlich einen Zeitplan, der Branca und McClain erlaubt, ihren Rechenschaftsbericht für 2025 erst bis April 2027 vorzulegen – was dem Nachlass mehr Zeit für die Vorlage der Ausgaben einräumt.
Die Veröffentlichung des Biopics folgt auf monatelange juristische und kreative Hindernisse, wobei der Nachlass Zugeständnisse machte, um weitere Konflikte zu vermeiden. Paris Jacksons Forderung nach Rechenschaftspflicht bleibt bestehen, doch das Gericht gewährt den Verwaltern zusätzliche Zeit für die finanzielle Berichterstattung. Der Kinostart markiert das Ende eines turbulenten Produktionsprozesses – doch die familiären Auseinandersetzungen um Jacksons Vermächtnis sind noch lange nicht beigelegt.






