31 May 2026, 22:15

Mega-Razzia gegen kriminelles Netzwerk: 4,4 Millionen Euro Sozialbetrug aufgedeckt

HZA-DO: Gemeinsame Presseerklärung der Staatsanwaltschaft Siegen und der Hauptzollstelle Dortmund / Zollschlag gegen kriminelle Gruppe bei Glasfaserausbau

Mega-Razzia gegen kriminelles Netzwerk: 4,4 Millionen Euro Sozialbetrug aufgedeckt

Großrazzia gegen organisierte Wirtschaftskriminalität in drei Bundesländern

In einer konzertierten Aktion haben Behörden in drei deutschen Bundesländern einen Schlag gegen ein organisiertes Wirtschaftskriminalitäts-Netzwerk geführt. Am Dienstag, dem 29. Oktober 2024, durchsuchten Ermittler im Rahmen einer großangelegten Operation 24 Objekte, die mit Lohnbetrug, Steuerhinterziehung und illegaler Beschäftigung in Verbindung stehen. Federführend war die Zweigstelle Siegen des Hauptzollamts Dortmund – erste Schätzungen zufolge belaufen sich die ausstehenden Sozialabgaben allein auf über 4,4 Millionen Euro.

An der Aktion beteiligten sich rund 180 Beamte, darunter Zollfahnder und Kriminalpolizisten der Kreispolizeibehörde Olpe. Durchsuchungsbefehle wurden an 14 Standorten in Nordrhein-Westfalen, Hessen und Bremen vollstreckt. Bei den Razzien beschlagnahmten die Ermittler sechs Luxusfahrzeuge, Bargeld sowie Konten, die mutmaßlich aus kriminellen Machenschaften des Netzwerks stammen.

Die Gruppe wird beschuldigt, systematisch Löhne vorenthalten, Sozialkassen der Bauwirtschaft betrogen und Steuern hinterzogen zu haben. Zudem deckten die Ermittler ein Geflecht aus Briefkastenfirmen auf, über das großangelegte illegale Beschäftigung verschleiert wurde. In zwei Immobilien fanden die Beamten unerlaubt besessene Schusswaffen, die im Zuge der Operation sichergestellt wurden.

Weiterhin wird der Gruppe vorgeworfen, ausländische Arbeitskräfte ohne gültige Visa nach Deutschland eingeschleust zu haben. Diese wurden anschließend illegal auf Baustellen im gesamten Bundesgebiet eingesetzt. Die Behörden bestätigten, dass die Ermittlungen weiterlaufen und mit der Auswertung der Beweismittel weitere Erkenntnisse erwartet werden.

Die Razzien stellen einen bedeutenden Schritt bei der Zerschlagung eines komplexen kriminellen Netzwerks dar. Vermögenswerte in Millionenhöhe wurden eingefroren, und mehrere Ermittlungsstränge zu Betrug, Steuerhinterziehung und illegalen Arbeitspraktiken laufen weiter. Der Fall unterstreicht die anhaltenden Bemühungen, die organisierte Wirtschaftskriminalität im deutschen Bausektor zu bekämpfen.

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