Massive Proteste gegen geplante Atommüll-Transporte durch NRW

Julian Lang
Julian Lang
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Eine große Gruppe von Menschen marschiert auf einer Straße, hält Schilder und Fahnen, während sie gegen Atomkraft in Deutschland demonstriert.Julian Lang

Massive Proteste gegen geplante Atommüll-Transporte durch NRW

Pläne zum Transport von radioaktivem Abfall durch Nordrhein-Westfalen haben Proteste von Anti-Atomkraft-Gruppen ausgelöst. Insgesamt sollen 152 Lkw-Ladungen mit Atommüll vom Forschungszentrum Jülich nach Ahaus gebracht werden, wobei noch keine offiziellen Termine feststehen. Aktivistinnen und Aktivisten bereiten sich nun darauf vor, gegen das Vorhaben zu demonstrieren, das sie als gefährlichen Einsatz bezeichnen.

Am 24. Januar 2026 versammelten sich etwa 100 Protestierende am Rasthof Bottrop-Süd in der Nähe der Autobahn A2. Die von Gruppen wie dem BUND NRW organisierte Kundgebung begann um 11:00 Uhr. Die Demonstrantinnen und Demonstranten wollten auf die Risiken einer radioaktiven Belastung während der geplanten Castor-Transporte aufmerksam machen.

Die Polizei sperrte zunächst die Protestroute und verhinderte das Überqueren der A2-Brücken mit Verweis auf Sicherheitsbedenken. Die Veranstalter fochten die Entscheidung jedoch in einer Eilverhandlung vor Gericht an und setzten durch, dass der Demonstrationszug wie geplant stattfinden durfte. Der Marsch führte daraufhin durch Bottrop-Fuhlenbrock, überquerte die Autobahnbrücken und zog anschließend durch Wohngebiete.

Der BUND NRW hat zudem rechtliche Schritte eingeleitet und Klage gegen die Genehmigung der Castor-Transporte eingereicht. Mit weiteren Protesten ist im Frühjahr 2026 zu rechnen, sobald die Transporte durch die Region rollen.

Die Demonstrationen spiegeln den anhaltenden Widerstand gegen die Atommülltransporte wider. Da die genauen Termine für die Fahrten noch nicht feststehen, halten sich die Aktivistinnen und Aktivisten für zusätzliche Proteste bereit. Sollte die Klage des BUND NRW erfolgreich sein, könnten sich die Pläne verzögern oder ändern.