Machtkampf in der NRW-AfD: Zwei Rebellen fordern Vincentz heraus

Julian Lang
Julian Lang
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Ein deutsches Propagandaplakat der NSDAP, das zwei Männer auf einem Sofa zeigt, mit Text, der Informationen über die Partei enthält.Julian Lang

Machtkampf in der NRW-AfD: Zwei Rebellen fordern Vincentz heraus

Die AfD in Nordrhein-Westfalen steckt in neuen Turbulenzen: Zwei afd politiker stellen sich gegen die aktuelle Führung. Fabian Jacobi und Christian Zaum haben sich zusammengeschlossen, um gegen den amtierenden Landesvorsitzenden Martin Vincentz zu kandidieren. Der Vorstoß vertieft die bestehenden Gräben innerhalb des rechtsextremen Landesverbands.

Jacobi und Zaum treten als Team an und präsentieren sich als Alternative zu Vincentz' Führung. Ihre Kandidatur erhält Unterstützung von prominenten Persönlichkeiten, darunter Matthias Helferich, Bundestagsabgeordneter der AfD. Auch Vincentz' eigene Stellvertreter in der Landtagsfraktion, Sven Tritschler und Enxhi Seli-Zacharias, haben sich hinter den Herausforderern positioniert.

Beide afd politiker stehen seit Langem Vincentz' Umgang mit internen Konflikten skeptisch gegenüber. Zaum sah sich bereits mit Parteiausschlussverfahren konfrontiert, nachdem er in Siegen neue Mitglieder abgelehnt hatte. Jacobi wiederum wird von einigen für den Ausschluss der AfD von der Bremer Senatswahl 2023 mitverantwortlich gemacht. Trotz dieser Kontroversen bleiben beide einflussreiche Figuren unter Vincentz' Gegnern.

Kritiker werfen Vincentz vor, mit zweierlei Maß zu messen. So wurde etwa gegen Klaus Esser, einen ehemaligen Verbündeten des Landeschefs, der Vorwurf erhoben, seinen Lebenslauf gefälscht zu haben, um eine Parteifunktion zu erhalten – ohne dass Konsequenzen folgten. Diese wahrgenommene Ungleichbehandlung hat unter der Basis für Unmut gesorgt.

Der interne Machtkampf offenbart die anhaltenden Flügelkämpfe innerhalb der nordrhein-westfälischen AfD. Sollte sich die von Jacobi und Zaum angeführte Herausforderung – gestützt durch einflussreiche Unterstützer – durchsetzen, könnte dies die innerparteilichen Machtverhältnisse neu ordnen. Die Entscheidung wird zeigen, ob Vincentz seine Position behält oder ob die Partei eine Kurskorrektur vollzieht.