Lkw-Fahrer nach 21 Tagen ohne Pause auf der A2 gestoppt – Arbeitgeber unter Druckverdacht
Julian LangLkw-Fahrer nach 21 Tagen ohne Pause auf der A2 gestoppt – Arbeitgeber unter Druckverdacht
Autobahnpolizei stoppt rumänischen Lkw-Fahrer auf der A2 bei Porta Westfalica
Am Donnerstag, dem 21. August 2025, hielt die Autobahnpolizei einen 50-jährigen rumänischen Lkw-Fahrer auf der A2 in der Nähe von Porta Westfalica an. Der Mann war mit mehreren Verkehrsverstößen aufgefallen, darunter illegales Überholen und Rasen. Die Behörden stellten fest, dass er fast drei Wochen lang ohne einen einzigen freien Tag durchgehend im Einsatz gewesen war.
Der Fahrer war auf dem Weg nach Hannover, als Beamte ihn wegen eines verbotenen Überholmanövers aus dem Verkehr zogen. Die Auswertung des Tachographs ergab wiederholte Geschwindigkeitsüberschreitungen – in einem Fall fuhr er 115 km/h in einer auf 80 km/h begrenzten Zone. Zudem hatte er die vorgeschriebenen Ruhepausen nicht eingehalten.
Der Mann gab an, den Anweisungen seines Arbeitgebers gefolgt zu sein, aus Angst, sonst seinen Job zu verlieren. Das spanische Unternehmen, für das er arbeitet, muss nun mit Bußgeldern von über 11.000 Euro rechnen. Der Fahrer selbst wurde mit mehr als 3.000 Euro zur Kasse gebeten.
Die Strafen wurden vor Ort durch eine sofortige Sicherheitsleistung beglichen.
Die Autobahnpolizei führt regelmäßig Kontrollen bei Nutzfahrzeugen durch, um die Einhaltung von Lenkzeiten, Ruhepausen und technischen Sicherheitsstandards zu überwachen. Dieser Fall zeigt die anhaltenden Bemühungen der Behörden, die Vorschriften im Güterverkehr durchzusetzen.
Die Aussagen des Fahrers deuteten darauf hin, dass er von seinem Arbeitgeber unter Druck gesetzt worden war, gesetzliche Ruhezeiten zu umgehen. Sowohl er als auch das spanische Unternehmen müssen nun mit empfindlichen finanziellen Strafen rechnen. Der Vorfall unterstreicht die Risiken, die mit der Nichteinhaltung von Verkehrsregeln auf wichtigen Autobahnen verbunden sind.






