Kyle Sandilands verliert Millionenvertrag nach sexistischem Live-Eklat mit Co-Moderatorin
Julian LangKyle Sandilands verliert Millionenvertrag nach sexistischem Live-Eklat mit Co-Moderatorin
Der Radiomoderator Kyle Sandilands hat seinen Millionenvertrag mit dem australischen Radionetzwerk ARN verloren, nachdem es zu einem heftigen Live-Streit mit seiner Co-Moderatorin Jackie O gekommen war. Der Konflikt begann im Februar, als er sie während einer Sendung scharf kritisierte. ARN bestätigte die Vertragsauflösung am Mittwochmorgen und begründete dies mit einem Vertragsbruch durch seine Äußerungen.
Sandilands kündigte an, die Entscheidung gerichtlich anzufechten, und betonte, kein Fehlverhalten begangen zu haben.
Der Streit eskalierte am 20. Februar 2024, als Sandilands Jackie O im Programm von KIIS FM wegen einer Diskussion über Prinz Andrews Horoskop heftig angriff. Er bezeichnete sie als "nutzelose Schlampe", was sofortige Empörung auslöste. Hörer und Sponsoren, darunter der Telekommunikationsriese Telstra, forderten seine Entlassung, während Medien wie der Guardian seinen Ausbruch als frauenfeindlich brandmarkten.
ARN setzte Sandilands am 3. März für 14 Tage aus, um die Vorwürfe zu klären. Jackie O erklärte später, nicht länger mit ihm zusammenarbeiten zu können, woraufhin das Netzwerk den Vertrag beendete. Das Duo hatte erst zwei Jahre eines auf zehn Jahre angelegten 200-Millionen-Dollar-Deals erfüllt.
Die öffentliche Empörung flaute bis Mitte 2024 allmählich ab. Sandilands entschuldigte sich zunächst – zog seine Worte später jedoch zurück –, während die Einschaltquoten von KIIS FM stabil blieben. Trotz des Aufruhrs kehrte sein treues Publikum weitgehend zur Tagesordnung über, und die Medienberichterstattung verlagerte sich auf sein weiterhin umstrittenes Sendeverhalten.
ARNs Entscheidung beendet vorzeitig Sandilands' langfristigen Vertrag, der für seine Tätigkeit bis zu 100 Millionen Dollar vorsah. Er weist alle Vorwürfe zurück und will die Kündigung juristisch bekämpfen. Die Folgen des Konflikts lassen seine Zukunft im Radio ungewiss erscheinen – eine schnelle Lösung ist nicht in Sicht.






