18 April 2026, 18:17

Krischer attackiert Bundespläne für das Deutschlandticket als "unzureichend"

Sammlung alter deutscher Tickets und Marken auf einem weißen Hintergrund, mit abgenutztem Papier und gedrucktem Text und Zahlen.

Krischer attackiert Bundespläne für das Deutschlandticket als "unzureichend"

Nordrhein-Westfalens Verkehrsminister Oliver Krischer hat die Pläne des Bundes zur künftigen Preisgestaltung des Deutschlandtickets scharf kritisiert. Der Grünen-Politiker bezeichnete die jüngsten Vorschläge von Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder als unzureichend und betonte, dass zunächst grundlegende strukturelle Probleme gelöst werden müssten.

Krischer lehnte es ab, den Preis des Deutschlandtickets allein an die Inflation zu koppeln. Zwar räumte er ein, dass eine langfristige Anbindung an einen Preisindex breite Unterstützung finde, doch sei dies nicht das zentrale Problem. Stattdessen verwies er auf ungelöste Fragen bei der Finanzierung, Verwaltung und Vermarktung des Tickets, die weit dringlicher seien.

Der Minister warnte, dass das Ticket ohne stärkeres Engagement des Bundes in einem Zustand "dauerhafter Provisorien" verharren werde. Er forderte eine gemeinsame Vereinbarung zwischen Bund und Ländern, idealerweise im Rahmen der anstehenden Verkehrsministerkonferenz. Seine Äußerungen folgen auf Schnieders Vorschlag, die Kosten des Tickets an die Inflationsrate anzupassen.

Krischers Aussagen unterstreichen die anhaltenden Streitigkeiten über das langfristige Finanzierungsmodell des Deutschlandtickets. Der Appell an eine Bund-Länder-Einigung zeigt den Druck, zunächst klare Regeln zu schaffen, bevor die Preismechanismen endgültig festgezurrt werden. Ohne eine Lösung bleibt die Zukunft des Tickets ungewiss.

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