Krefelds Infrastrukturprojekt mit Willich tritt in entscheidende Prüfphase ein

Johanna Krüger
Johanna Krüger
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Eine Schwarz-Weiß-Karte einer Stadt mit einem Fluss, beschriftet mit "Entwurfsprojekt für den Nahverkehr" auf der linken Seite, die Straßen, Autobahnen und andere Stadtmerkmale zeigt.Johanna Krüger

Krefelds Infrastrukturprojekt mit Willich tritt in entscheidende Prüfphase ein

Das lang diskutierte Infrastrukturprojekt zwischen Krefeld und Willich befindet sich nun in der offiziellen Prüfphase. Die von der SPD geführte Verwaltung hat eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben, um die Umsetzbarkeit, die Kosten und mögliche Vorteile des Vorhabens zu bewerten. Dieser Schritt folgt auf jahrelange politische Debatten, ohne dass die Landesregierung bisher konkrete Finanzierungszusagen gemacht hätte.

Das Projekt, bei dem es sich vermutlich um den Ausbau der A52 oder eine regionale Schienenanbindung handelt, bleibt Teil der Verkehrsplanung Nordrhein-Westfalens. Seit dem letzten öffentlichen Update im Jahr 2023 hat sich die Haltung des Landes nicht geändert: Grundsätzliche Unterstützung, aber keine neuen Finanzierungszusagen oder politischen Kurswechsel. Bis Februar 2026 waren vom NRW-Verkehrsministerium oder aus den Landtagsdebatten keine weiteren Verpflichtungen bekannt geworden.

In einem aktuellen Beschluss fordert die SPD eine objektive und transparente Prüfung des Vorhabens. Zwar befürwortet die Partei die Studie, hat aber weder Finanzmittel zugesagt noch einen Baubeschluss gefasst. Der SPD-Ratsherr Lukas Siebenkotten bezeichnete die Machbarkeitsuntersuchung als notwendigen Schritt, bevor Entscheidungen getroffen werden können.

Die Verwaltung Krefelds schlug vor, die Ergebnisse der Landesprüfung abzuwarten, bevor weitere Schritte eingeleitet werden. Sollte die Studie durchgeführt werden, schlagen Beamte vor, die Kosten je zur Hälfte zwischen Krefeld und Willich aufzuteilen. Die Prüfung wird die finanzielle Tragfähigkeit, den regionalen Nutzen sowie mögliche Finanzierungsquellen bewerten.

Das Projekt tritt damit in eine Phase der detaillierten Evaluation ein, wobei beide Städte potenziell die Kosten für die Machbarkeitsstudie teilen könnten. Bis das Land seine Bewertung abgeschlossen hat, werden keine Finanzierungszusagen oder Bauplanungen vorangetrieben. Das Ergebnis wird entscheiden, ob das Vorhaben vorankommt oder weitere Verzögerungen drohen.