Krankenhaus-Schließungen im Bergischen Land lösen Empörung und Chaos aus
Johanna KrügerKrankenhaus-Schließungen im Bergischen Land lösen Empörung und Chaos aus
Die plötzliche Schließung von drei Krankenhäusern im Bergischen Land hat scharfe Kritik lokaler Führungskräfte ausgelöst. Die beiden Vorsitzenden Manfred Ackermann und Sabine Vischer-Kippenhahn verurteilten die Entscheidung als rücksichtslos und schlecht organisiert. Sie warnten, dass Patienten, Mitarbeiter und die gesamte Region unter den fehlenden Planungen leiden würden.
Ausgelöst wurde die Krise durch die Schließung der St.-Lukas-Klinik in Ohligs. Den Beschäftigten war zunächst mitgeteilt worden, sie könnten in Krankenhäuser in Haan oder Hilden wechseln. Doch nun sollen alle drei Einrichtungen bis Ende Januar 2024 geschlossen werden – für die Mitarbeiter bleibt damit keine Alternative.
Ackermann bezeichnete die Behandlung der Angestellten und ihrer Familien als „absolut verantwortungslos“. Er betonte, dass eine verlässliche medizinische Versorgung der Patienten oberste Priorität haben müsse. Vischer-Kippenhahn fragte, wie die Mitarbeiter angesichts des engen Zeitrahmens noch vor Weihnachten neue Arbeitsplätze in der Region finden sollten.
Die beiden Vorsitzenden kritisierten zudem die Landesregierung und den Krankenhausbetreiber für ihr unkoordiniertes Vorgehen. Es sei inakzeptabel, die Gesundheitsversorgung ohne klare Strategie abzubauen, argumentierten sie. Beide zeigten sich solidarisiert mit den betroffenen Beschäftigten, die nun einer ungewissen Zukunft entgegenblicken.
Durch die Schließungen werden bis Anfang 2024 Hunderte medizinische und nicht-medizinische Fachkräfte ihren Arbeitsplatz verlieren. Auch Patienten in der Region müssen sich nach alternativen Versorgungsmöglichkeiten umsehen. Ackermann und Vischer-Kippenhahn fordern dringendes Handeln, um weitere Schäden für die Gemeinschaft zu verhindern.






