Kontrollierte Sprengung: Kraftwerk Ibbenbüren fällt am Sonntag um 11:00 Uhr

Julian Lang
Julian Lang
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Eine große Explosion in der Mitte eines Gebäudes mit Rauch, der herausquillt, eine Wand im Hintergrund und metallische Gegenstände mit einer Tafel unten.Julian Lang

Kontrollierte Sprengung: Kraftwerk Ibbenbüren fällt am Sonntag um 11:00 Uhr

Kontrollierte Sprengung: Teilabriss des Kraftwerks Ibbenbüren am Sonntag, 22. Februar

Am Sonntag, dem 22. Februar, wird ein Teil des Kraftwerks Ibbenbüren durch eine kontrollierte Sprengung abgerissen. Die Behörden haben eine Sperrzone um das Gelände eingerichtet, die Evakuierungen und Straßensperrungen erfordert. Es handelt sich um den ersten industriellen Abriss dieser Art in Deutschland, seit das Kraftwerk Moorburg in Hamburg im Februar 2025 gesprengt wurde.

Betroffen von der Sprengung sind der Kamin des Kraftwerks, die Rauchgasentschwefelungsanlage sowie die Entstickungsanlage. Die Detonation ist für etwa 11:00 Uhr geplant; das Gebiet könnte bereits gegen Mittag wieder freigegeben werden. Rund 190 Anwohner und 400 Bewohner der nahegelegenen Zentralen Unterbringungseinrichtung (ZUE) müssen die Sperrzone bis 8:00 Uhr morgens verlassen.

Die Zufahrtsstraßen in und um die Zone werden gesperrt, Umleitungen regeln den Verkehr. Parken auf Straßen innerhalb des abgesperrten Bereichs ist verboten, um Rettungswege freizuhalten. Über 120 Einsatzkräfte werden vor Ort sein, um Sicherheit und Logistik zu koordinieren.

Am Tag der Sprengung sind Drohnenflüge über oder innerhalb von 100 Metern um das Kraftwerk untersagt. Die Ibbenbürener Polizeidienststelle, die sich in der Sperrzone befindet, verlegt vorübergehend ihren Standort ins Rathaus. Bei Fragen steht die Abteilung Recht, Öffentliche Ordnung und Bürgerservice der Stadt ab 7:00 Uhr unter der Hotline +49 5451 931-3200 zur Verfügung.

Der Abriss erfolgt unter strengen Sicherheitsvorkehrungen, darunter Evakuierungen, Straßensperren und die vorübergehende Verlegung der Polizei. Verläuft alles nach Plan, könnte das gesperrte Gebiet bereits eine Stunde nach der Sprengung wieder für die Öffentlichkeit zugänglich sein. Es bleibt die einzige dokumentierte industrielle Sprengung dieser Art in Deutschland seit 2025.