27 April 2026, 12:24

Kölner Zoll knackt 2024 Rekorde bei Beschlagnahmungen und Steuereinnahmen

Schwarzer Hintergrund mit einer Steuermarke, auf der "Practitioner Dispensing Opium, Inc." steht

Kölner Zoll knackt 2024 Rekorde bei Beschlagnahmungen und Steuereinnahmen

Kölner Zollbehörden verzeichnen Rekordbeschlagnahmungen und hohe Einnahmen für 2024

Die Kölner Zollverwaltung hat ihre Bilanz für 2024 vorgelegt – ein Jahr mit Rekordbeschlagnahmungen und hohen Steuereinnahmen. Bei Kontrollen wurden weitverbreiteter Betrug aufgedeckt, während gleichzeitig die Beschlagnahmung von Drogen und die Steuereintreibungen deutlich stiegen. Die Stadt bleibt damit ein zentraler Knotenpunkt für den Zoll in Deutschland.

Die Finanzkontrollstellen in Köln führten im vergangenen Jahr bei über 800 Arbeitgebern Prüfungen durch. Dabei wurden mehr als 5.000 Fälle von Verdacht auf Schwarzarbeit aufgedeckt. Durch diese illegalen Beschäftigungsverhältnisse entstanden den Sozialversicherungsträgern Verluste in Höhe von über 40 Millionen Euro an nicht gezahlten Beiträgen.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Zollbeamte in Köln und der umliegenden Region beschlagnahmten 2024 Waren im Wert von rund 22 Millionen Euro. Ein Schwerpunkt lag auf illegalen Drogen: Fast die Hälfte des in Deutschland sichergestellten Crystal Meth – insgesamt 115 Kilogramm – wurde in der Region konfisziert. Zudem zogen die Behörden über 3,8 Millionen unversteuerte Zigaretten ein, mehr als doppelt so viele wie im Vorjahr.

Das Hauptzollamt Köln verzeichnete für 2024 Einnahmen von knapp 5 Milliarden Euro. Allein die Einfuhrumsatzsteuer machte rund 4 Milliarden Euro dieses Betrags aus. Weitere 577 Millionen Euro stammten aus Verbrauch- und Verkehrsteuern. Zudem bearbeitete die Behörde 10,5 Millionen Zollerklärungen – ein leichter Anstieg gegenüber 2023.

Neben der Vollstreckung ist Köln auch das größte Ausbildungszentrum für Zollmitarbeiter in Deutschland. Aktuell bereiten sich 385 Auszubildende auf ihren Einsatz im Zolldienst vor.

Die Bilanz für 2024 unterstreicht Kölns Bedeutung als zentraler Standort für Zollkontrollen und Steuereintreibungen. Mit steigenden Beschlagnahmungen, höheren Steuereinnahmen und kontinuierlichen Ausbildungsbemühungen wächst die Bedeutung der Kölner Zollbehörden weiter. Für das kommende Jahr rechnen die Behörden mit einem ähnlichen Aktivitätsniveau.

Quelle