KI revolutioniert die Fehlererkennung auf Leiterplatten nach dem Verzinnen
Luisa KleinKI revolutioniert die Fehlererkennung auf Leiterplatten nach dem Verzinnen
Forscher der Bergischen Universität Wuppertal entwickeln ein KI-gestütztes System zur Erkennung von Fehlern auf Leiterplatten (PCBs). Im Fokus des Projekts steht ein langjähriges Problem: Fehlalarme, die durch Lichtreflexionen bei der Prüfung nach dem Verzinnungsprozess ausgelöst werden. Die Finanzierung der auf zwei Jahre angelegten Initiative übernimmt das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) mit insgesamt 216.683 Euro.
Das neue System soll die Qualität der Leiterplatten unmittelbar nach dem Verzinnungsvorgang – noch vor dem Einbau weiterer Komponenten – überprüfen. Anders als herkömmliche Methoden setzt es auf KI-Algorithmen, die Bilddaten ohne Referenzmuster analysieren. Durch Aufnahmen aus verschiedenen Winkeln verringert das System Fehler, die durch täuschende Reflexionen entstehen.
Der Prototyp wird in Zusammenarbeit mit der Pentagal Chemie und Maschinenbau GmbH umfassenden Zuverlässigkeitstests unterzogen. Nach erfolgreicher Validierung plant Pentagal, das Prüfmodul in seine Heißluft-Lötstoppmaschinen (HASL) zu integrieren. Wissenschaftlicher Ansprechpartner des Projekts ist Professor Stefan Bracke, Leiter des Lehrstuhls für Zuverlässigkeitstechnik und Risikoanalyse. Ebenfalls an der Kooperation beteiligt ist Jannis Pietruschka.
Ziel des KI-Prüfsystems ist es, die Genauigkeit in der Leiterplattenfertigung durch die Beseitigung falscher Fehlermeldungen zu erhöhen. Bei Erfolg könnte die Technologie zum Standard in Pentagals HASL-Maschinen werden. Die Ergebnisse des Projekts hängen von den in den kommenden zwei Jahren durchgeführten Zuverlässigkeitstests ab.






