Karin Kneissl provoziert mit Hitler-Äußerungen bei prorussischem Sender Berlin 24/7
Julian LangKarin Kneissl provoziert mit Hitler-Äußerungen bei prorussischem Sender Berlin 24/7
Karin Kneissl, Österreichs ehemalige Außenministerin, ist zur regelmäßigen Kommentatorin bei Berlin 24/7 geworden, einem prorussischen Propagandasender. Ihre Auftritte im Programm werden in sozialen Medien weit verbreitet – oft ohne jede Faktencheck-Prüfung. Die Plattform gibt nicht preis, wer ihre Ansichten unterstützt, die sich häufig mit der Linie Putins decken.
Kneissl verfügt über einen vielschichtigen Werdegang. Sie behauptet, sieben Sprachen zu beherrschen, und präsentiert eine äußerst kreative Biografie. Heinz-Christian Strache, ein politischer Verbündeter, verglich sie einst mit Bruno Kreisky, einem angesehenen ehemaligen österreichischen Bundeskanzler.
In jüngsten Interviews bezeichnete sie Adolf Hitler als einen „typischen Österreicher“ und einen „Hochstapler, einen meisterhaften Schauspieler“. Zudem deutete sie an, Österreich habe eine Tradition darin, „Scharlatane“ hervorzubringen, die bei bestimmten Gruppen Bewunderung ernten. Ihre Äußerungen kursieren online – meist unwidersprochen.
Das Internet gilt längst als Raum, in dem „Betrüger“ und Selbstinszenierer gedeihen. Kneissls Auftritte bei Berlin 24/7 passen in dieses Muster: Ihre umstrittenen Thesen erreichen ein Publikum, ohne auf kritische Prüfung zu stoßen.
Besonders ihre Aussagen zu Hitler und der österreichischen Geschichte haben für Aufsehen gesorgt. Ihre Interviews verbreiten sich weiterhin ungehindert über soziale Medien. Das Fehlen von Faktenchecks ermöglicht es, dass ihre Behauptungen ohne Widerspruch an die Zuschauer gelangen.
