Jugendliche drohen mit Softair-Pistole: Beleidigungen und Polizeieinsatz in Lüdenscheid

Lina Koch
Lina Koch
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Eine Gruppe von Menschen steht vor einem Zelt mit einer Tafel, auf der "Das Licht ist stärker als die Dunkelheit" steht, umgeben von Blumensträußen, Kerzen und anderen Gegenständen, mit Gebäuden, Bäumen und einem klaren Himmel im Hintergrund.Lina Koch

Jugendliche drohen mit Softair-Pistole: Beleidigungen und Polizeieinsatz in Lüdenscheid

Zwei Jugendliche in Lüdenscheid werden beschuldigt, mit einer Softair-Pistole auf eine Passantin geschossen und sie verbal beleidigt zu haben. Der Vorfall ereignete sich auf dem Parkplatz eines Discounters an der Altenaer Straße. Die Polizei leitete die Personalien der beiden an die Staatsanwaltschaft weiter, bevor sie sie ihren Eltern übergab.

Die Frau, die unverletzt blieb, hatte die Jugendlichen zuvor aufgefordert, das Schießen mit Plastikgeschossen in dem Bereich zu unterlassen.

Die Auseinandersetzung eskalierte, als die Frau die Jugendlichen auf ihr Verhalten ansprach. Statt einzulenken, sollen sie die Softair-Pistole auf sie gerichtet und Beleidigungen gerufen haben. Beamte trafen am Tatort ein, nachdem Anwohner die Störung gemeldet hatten.

In Deutschland lösen Vorfälle mit Softair-Waffen in öffentlichen Räumen häufig großangelegte Polizeieinsätze aus. Besonders an Schulen kam es bereits zu umfangreichen Maßnahmen, darunter Straßensperren, bewaffnete Einheiten und Festnahmen. So wurde im Februar 2026 ein 13-Jähriger in Nürnberg vorläufig festgenommen, nachdem er eine Softair-Pistole in den Unterricht mitgebracht hatte. Ein 15-Jähriger musste sich im Juni 2025 vor Gericht verantworten und die Kosten für einen ähnlichen Polizeieinsatz tragen.

Das Mitführen oder Abfeuern von Attrappenwaffen in der Öffentlichkeit kann zu gefährlichen Missverständnissen führen. Nach deutschem Waffengesetz können solche Handlungen selbst bei harmlosen Nachbildungen strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen.

Die beiden Jugendlichen aus Lüdenscheid wurden der Staatsanwaltschaft überstellt. Der Fall unterstreicht die anhaltenden Bedenken hinsichtlich des Missbrauchs von Nachbildungen von Schusswaffen in der Öffentlichkeit. Die Behörden warnen weiterhin, dass derartiges Verhalten schnell in gefährliche Situationen und rechtliche Folgen münden kann.