Heidi Klums «Germany's Next Topmodel» feiert Hollywood-Finale mit neuem Konzept
Julian LangHeidi Klums «Germany's Next Topmodel» feiert Hollywood-Finale mit neuem Konzept
Germany’s Next Topmodel prägt seit fast zwei Jahrzehnten die Mode- und Medienwelt. Moderiert von Heidi Klum, hat sich die Show von einem klassischen Modelwettbewerb zu einer Influencer-Akademie gewandelt. Das Finale der aktuellen Staffel krönt in Hollywood zwei Gewinner:innen, die jeweils 100.000 Euro und ein Titelcover der Harper’s Bazaar erhalten.
Die Sendung startete 2006 und läuft noch immer jeden Donnerstag mit neuen Folgen. Über 21 Staffeln hinweg löste sie sich von den Hochglanz-Kooperationen mit Vogue und Versace und setzt stattdessen auf Partnerschaften mit Marken wie eBay und McDonald’s. Im Mittelpunkt steht nicht mehr allein das Laufsteg-Potenzial, sondern die Kreation medientauglicher Persönlichkeiten und Markenbotschafter:innen.
Extreme Verwandlungen gehören nach wie vor zum Konzept – von Haaraufhellungen über radikale Schnitte bis hin zu Extensions. Doch die Show hat ihren Schönheitsbegriff erweitert und zeigt auch Menschen mit Bierbauch, Haarausfall oder Hörbehinderungen. Damit stellt sie traditionelle Perfektionsideale infrage, auch wenn Kritiker:innen monieren, dass sie junge Menschen weiterhin unter Druck setzt, enge Schönheitsnormen zu erfüllen.
Viele ehemalige Kandidat:innen haben sich als Influencer:innen, Models oder Unternehmer:innen etabliert. Auffällig ist auch die Fokussierung auf Frauen, queere und trans Personen, während heterosexuelle Männer oft nur Nebenrollen einnehmen. Klums Einfluss hat zahlreiche Karrieren befördert, doch die Sendung bleibt wegen ihrer radikalen Umstylings und Schönheitserwartungen umstritten.
Das Finale der aktuellen Staffel findet mit einem Hollywood-Spektakel statt, bei dem zwei Gewinner:innen mit Preisgeldern und Magazin-Features ausgezeichnet werden. Zwar hat die Show ihre Vielfalt erweitert, doch ihr Kernziel bleibt: aus Teilnehmer:innen marktfähige Stars zu formen. Die nächste Generation der Gewinner:innen reiht sich ein in die lange Liste ehemaliger Kandidat:innen, die die Plattform für nachhaltige Karrieren genutzt haben.






