Hape Kerkeling holt Horst Schlämmer mit neuem Kinofilm zurück – und macht Ernst

Julian Lang
Julian Lang
2 Min.
Ein altes Buch mit einer Schwarz-Weiß-Zeichnung eines Mannes mit ernstem Gesichtsausdruck, dunklem Haar, hellbrauner Haut und einem weißen Gewand mit blauer Schärpe und weißem Kragen, umgeben von kursivem Text in einem weißen Rahmen.Julian Lang

Hape Kerkeling holt Horst Schlämmer mit neuem Kinofilm zurück – und macht Ernst

Komiker Hape Kerkeling bringt seine Kultfigur Horst Schlämmer nach 16 Jahren Pause zurück auf die Leinwand. Der Wiederauftritt erfolgt in dem neuen Kinofilm "Horst Schlämmer sucht das Glück", der am 26. März 2026 in die Kinos kommt. Kerkeling entschied sich, die scharfzüngige, aber herzenswarme Figur wegen ihres ungeschminkten Humors und ihrer gesellschaftskritischen Untertöne wiederzubeleben.

Horst Schlämmer debütierte in den 2000er-Jahren als Inbegriff des alten weißen Mannes, der mit derb-direkten Beobachtungen und unerwarteter Wärme punktete. Kerkeling hatte die Figur vor Jahren ad acta gelegt, sieht nun aber eine neue Chance, aktuelle Themen durch dessen Perspektive zu beleuchten. Der kommende Film markiert dabei einen Bruch mit dem ursprünglichen Serienformat und setzt stattdessen auf ein eigenständiges Kinoerlebnis.

Jenseits der Comedy äußert sich Kerkeling offen über die Herausforderungen, denen Minderheiten heute gegenüberstehen. Als schwuler Mann fühle er sich in Deutschland im Vergleich zu vielen anderen Ländern zwar relativ sicher, warnt jedoch, dass sich die Lebensbedingungen marginalisierter Gruppen verschlechtern statt verbessern. Für ihn zeigt sich am Umgang einer Demokratie mit ihren Minderheiten, wie gut sie alle Bürger:innen schützen kann. Kerkeling betont, dass das Ignorieren dieser Kämpfe gleichbedeutend mit einem Verrat an demokratischen Werten sei. Seine Rückkehr zu Schlämmer ist daher sowohl eine kreative Entscheidung als auch Ausdruck eines größeren Engagements für gesellschaftlichen Fortschritt.

"Horst Schlämmer sucht das Glück" kommt am 26. März 2026 in die Kinos und führt eine geliebte Figur einem neuen Publikum vor. Kerkelings Projekt verbindet Unterhaltung mit einem Appell, sich den wachsenden Druck auf Minderheitengemeinschaften zu stellen. Der Film steht damit für ein komödiantisches Comeback und eine zeitgemäße Reflexion über die Richtung unserer Gesellschaft.