Güterslohs digitale Revolution: Wie der Urban Stack Städte vernetzt

Johanna Krüger
Johanna Krüger
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Eine Stadtstraße mit Autos, Fußgängern, Strommasten, Verkehrszeichen, Gebäuden mit Schildern, Topfpflanzen und einer bewölkten Himmel.Johanna Krüger

Güterslohs digitale Revolution: Wie der Urban Stack Städte vernetzt

Gütersloh startet "Urban Stack" – digitale Plattform für kommunale Datenkooperation

Gütersloh hat den Urban Stack eingeführt, eine neue digitale Plattform, die Städten und Gemeinden helfen soll, Daten auszutauschen und gemeinsam Anwendungen zu entwickeln. Das System zielt darauf ab, die Abhängigkeit von externen Technologieunternehmen zu verringern, indem es eine gemeinsame Infrastruktur bereitstellt. Bisher beteiligen sich sechs Kommunen an dem Pilotprojekt.

Der Urban Stack konzentriert sich zunächst auf die Erfassung sensorbasierter Messdaten, insbesondere Wetterdaten. Jede teilnehmende Stadt oder jeder Kreis behält die volle Kontrolle über seine Informationen und entscheidet selbst, wer darauf zugreifen darf. Ein Open-Data-Portal ist ebenfalls integriert, das es der Öffentlichkeit ermöglicht, bestimmte Datensätze einzusehen.

Die Plattform wurde von Gütersloh gemeinsam mit fünf weiteren Partnern entwickelt: Verl, Rheda-Wiedenbrück, Rietberg, Detmold und dem Kreis Gütersloh. Jeder Partner zahlt eine einmalige Gebühr von 5.000 Euro für die technische Einrichtung und die Anbindung der Sensoren. Die Pilotphase läuft bis Ende 2026, danach soll das Projekt in eine feste rechtliche Struktur überführt werden.

Seit dem Start wurde der Urban Stack auf Smart-City-Veranstaltungen und Digitalkonferenzen in ganz Deutschland präsentiert. Stand Februar 2026 haben sich jedoch noch keine weiteren Städte oder Kreise außerhalb der ursprünglichen Gruppe offiziell der Kooperationsvereinbarung angeschlossen.

Der Urban Stack bietet Kommunen die Möglichkeit, gemeinsam an digitalen Lösungen zu arbeiten, ohne die Hoheit über ihre Daten aufzugeben. Der Erfolg des Pilotprojekts wird entscheiden, ob nach 2026 weitere Kommunalverwaltungen die Plattform übernehmen. Bis dahin werden die sechs Gründungsmitglieder die Funktionsfähigkeit des Systems im Praxisbetrieb testen.