23 March 2026, 06:17

Großrazzia in NRW: Zoll und Polizei decken illegale Beschäftigung und Lohnbetrug auf

Eine Frau in einem blauen Kleid steht lachend vor einem Gebäude mit einer Inschrift über den Menschenhandel, umgeben von Menschen, Pflanzen und Flaggen.

Großrazzia in NRW: Zoll und Polizei decken illegale Beschäftigung und Lohnbetrug auf

Im vergangenen Monat fanden in Aachen, Euskirchen und Heinsberg flächendeckende, unangekündigte Kontrollen in Restaurants und Imbissen statt. Zollbeamte, Polizei und lokale Behörden arbeiteten dabei im Rahmen einer europaweiten Großrazzia gegen Arbeitsausbeutung und illegale Beschäftigung zusammen. Die Überprüfungen führten zu mehreren Ermittlungsverfahren und Festnahmen in der Region.

Während der Aktion wurden in 13 Gastronomiebetrieben 56 Personen überprüft. Die Beamten kontrollierten die Identitäten von 20 Personen und deckten dabei zahlreiche Verstöße auf. In sechs Fällen ging es um illegalen Aufenthalt, vier weitere betrafen die Beihilfe zu solchen Aufenthaltsverstößen.

Fünf Ermittlungsverfahren wurden wegen Verstößen gegen den Mindestlohn eingeleitet, drei weitere wegen vorenthaltenen oder veruntreuten Löhnen. In zwei Fällen lag der Vorwurf in der mangelhaften Dokumentation der Arbeitszeiten. Allein in Euskirchen erstattete die Polizei drei Strafanzeigen wegen illegalen Aufenthalts und Beihilfe zu solchen Delikten.

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Eine gesuchte Person, gegen die bereits ein Haftbefehl vorlag, wurde während der Kontrollen festgenommen und der Polizei übergeben. Die Inspektionen waren Teil größerer grenzüberschreitender Kontrolltage, die im September 2023 in 32 europäischen Ländern stattfanden. Ziel dieser koordinierten Maßnahmen war es, kriminelle Netzwerke im Bereich Menschenhandel und Arbeitsausbeutung zu zerschlagen.

Das Hauptzollamt Aachen beteiligt sich regelmäßig an solchen europäischen Initiativen. Der Fokus liegt dabei auf der Bekämpfung illegaler Beschäftigung und dem Schutz besonders gefährdeter Arbeitnehmer vor Ausbeutung.

Die Aktion führte zu 17 neuen Ermittlungsverfahren und mehreren Strafanzeigen. Die Behörden bestätigten, dass weitere Kontrollen im Rahmen der laufenden Bemühungen zur Durchsetzung der Arbeitsgesetze folgen werden. Die Ergebnisse werden nun in den kommenden Wochen von Zoll- und Justizbehörden ausgewertet.

Quelle