16 April 2026, 16:19

Greenlyte und Eurowings starten Pilotprojekt für nachhaltigen Flugkraftstoff in Düsseldorf

Indigo Airlines Airbus A320-200 auf dem Mumbai Airport-Flughafen mit Grünfläche, Bäumen, Gebäuden und klarem blauen Himmel.

Greenlyte und Eurowings starten Pilotprojekt für nachhaltigen Flugkraftstoff in Düsseldorf

Greenlyte und Eurowings kooperieren bei der Produktion von nachhaltigem Flugkraftstoff am Flughafen Düsseldorf

Die Unternehmen Greenlyte und Eurowings haben eine Zusammenarbeit vereinbart, um am Flughafen Düsseldorf nachhaltigen Flugkraftstoff (SAF, Sustainable Aviation Fuel) herzustellen. Ziel der Partnerschaft ist der Bau einer kleinen Pilotanlage, die später erweitert werden soll. Mit den Genehmigungsverfahren soll noch in diesem Jahr begonnen werden; der Baustart ist für 2027 vorgesehen.

Die geplante Anlage soll ab 2028 jährlich etwa 150 Tonnen SAF produzieren. Greenlyte setzt dabei auf eine Technologie, die Kohlendioxid aus der Luft filtert und mit grünem Wasserstoff zu synthetischem Kraftstoff verbindet. Ein Teil des benötigten Stroms wird von einer Solaranlage auf dem Flughafengelände geliefert.

Eurowings hat zugesagt, die gesamte Produktion der ersten drei Jahre abzunehmen. Der hergestellte Kraftstoff wird voraussichtlich bis zu zehnmal teurer sein als herkömmliches Kerosin. Laut Florian Hildebrand, dem CEO von Greenlyte, belaufen sich die Investitionskosten für das Projekt auf über 10 Millionen Euro.

Die produzierte Menge würde – bei einer maximal zulässigen Beimischung von 50 Prozent zu herkömmlichem Kerosin – für etwa 60 Flüge zwischen Düsseldorf und Palma de Mallorca ausreichen. Eurowings-Chef Jens Bischof forderte politische Unterstützung, um ähnliche Vorhaben zu fördern und den Markt für nachhaltige Flugkraftstoffe auszubauen. Die Anlage dient als Machbarkeitsnachweis und soll die Skalierbarkeit der Technologie demonstrieren, bevor die Produktion hochgefahren wird.

Die Kooperation zwischen Greenlyte und Eurowings markiert einen Schritt in Richtung lokaler SAF-Produktion am Düsseldorfer Flughafen. Bei Erfolg könnte die Pilotanlage den Weg für größere Produktionsstätten ebnen. Die hohen Kosten und die begrenzte Ausbeute des Projekts verdeutlichen jedoch die Herausforderungen beim Umstieg auf nachhaltige Flugkraftstoffe.

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