Gil Ofarim behauptet manipulierte Beweise im Davidstern-Skandal

Luisa Klein
Luisa Klein
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Eine Gruppe von Menschen steht vor Reportern mit Mikros, Handys und Papieren und diskutiert heftig in einem öffentlichen Raum mit einer Glaswand im Hintergrund.Luisa Klein

Gil Ofarim Behauptet: Video ist eine Fälschung - Gil Ofarim behauptet manipulierte Beweise im Davidstern-Skandal

Gil Ofarim hat sich erneut zum Davidstern-Skandal von 2021 geäußert, in dem er initially einen Mitarbeiter eines Leipziger Hotels des Antisemitismus beschuldigt hatte. Der Sänger gab später vor Gericht zu, die Vorfälle erfunden zu haben. Nun behauptet er, die im Verfahren verwendeten Überwachungsaufnahmen seien manipuliert worden.

Der Streit begann im Oktober 2021, als Ofarim einem Angestellten des Westin Hotels Leipzig vorwarf, ihn aufgefordert zu haben, seine Davidstern-Kette zu verstecken. Die öffentlich erhobene Anschuldigung löste Empörung aus. Der Mitarbeiter wurde suspendiert, erhielt Todesdrohungen und verlor schließlich seinen Job – mit schweren psychischen Folgen.

Die Hotelüberwachung zeigte Ofarim zum fraglichen Zeitpunkt jedoch ohne die Kette. Dennoch bestand er darauf, ein Zeuge habe sie gesehen. Im November 2023 räumte er vor Gericht ein, seine ursprüngliche Schilderung sei falsch gewesen. Das Verfahren wurde später eingestellt, nachdem Ofarim 10.000 Euro Schadensersatz gezahlt hatte.

In einer Lagerfeuer-Runde bei Ich bin ein Star brach Ofarim nun sein Schweigen. Er behauptete, die Videoaufnahmen seien verfälscht und nicht im Originalzustand. Auf Nachfrage verwies er auf eine Vertraulichkeitsvereinbarung. Sein Anwalt bestätigte, dass alle Beteiligten Stillschweigen über den Fall bewahren müssten.

Das Westin Hotel Leipzig reagierte nie öffentlich auf Ofarims Vorwürfe. Seit der Entlassung des Mitarbeiters sind keine weiteren Schritte des Hotels dokumentiert.

Der Fall endete ohne formelles Urteil, doch Ofarims Geständnis und die Schadensersatzzahlung beendeten das juristische Verfahren. Der betroffene Mitarbeiter trägt weiterhin die Folgen der Anschuldigungen, während Ofarim darauf besteht, dass zentrale Beweismittel manipuliert wurden. Die Vertraulichkeitsklausel verhindert eine weitere öffentliche Aufarbeitung der Details.