15 May 2026, 20:18

Gewerkschaften prangern Crombeen GmbH wegen prekärer Arbeitsbedingungen an

Eine große Gruppe von Menschen an einem Flughafen, einige sitzen mit Taschen und Papieren, andere stehen, mit Texttafeln, Schaufensterpuppen in Kleidern und Deckenbeleuchtung, was auf eine Demonstration hindeutet.

Gewerkschaften prangern Crombeen GmbH wegen prekärer Arbeitsbedingungen an

Gewerkschaften kritisieren Crombeen GmbH wegen Arbeitsbedingungen für Reinigungskräfte am Düsseldorfer Flughafen

Die Gewerkschaften werfen dem Familienunternehmen Crombeen GmbH, das mehr als 500 Beschäftigte zählt, vor, bei den Arbeitsbedingungen für sein Reinigungspersonal am Flughafen Düsseldorf branchenübliche Standards zu missachten. Bei Protesten, angeführt von der IG BAU Rheinland und dem DGB Düsseldorf, forderten die Arbeitnehmer faire Behandlung und bessere Bezahlung.

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Crombeen ist für die Reinigung von über 400 Flügen und 200 Bodenfahrzeugen täglich verantwortlich. Trotz des rasanten Wachstums des Unternehmens gibt es Vorwürfe wegen unzureichender Ausstattung: Es fehle an angemessenen Umkleideräumen, die Pausenbereiche seien beengt, und die Toilettenzugänge seien ungenügend.

Die Gewerkschaften wiesen zudem auf Ungereimtheiten bei Löhnen und Sozialleistungen hin. Zwar wirbt Crombeen mit überdurchschnittlichen Gehältern, Nachtschichtzuschlägen und Fahrtkostenzuschüssen, doch erhalten die Beschäftigten nur 24 statt der im Tarifvertrag vorgesehenen 30 Urlaubstage. Sonntagsarbeit wird mit einem Zuschlag von 50 Prozent statt der vereinbarten 80 Prozent vergütet.

Sigrid Wolf, Vorsitzende des DGB Düsseldorf, forderte, dass alle Reinigungsfirmen am Flughafen einheitliche Standards einführen. Mahir Sahin von der IG BAU unterstrich dies und bestand darauf, dass Crombeen die branchenüblichen Arbeitsbedingungen erfüllen müsse.

Im Mittelpunkt des Streits stehen Löhne, Urlaubsansprüche und grundlegende betriebliche Einrichtungen. Die Praktiken von Crombeen bleiben unter kritischer Beobachtung, während die Gewerkschaften auf die Einhaltung der Tarifverträge drängen. Die Beschäftigten fordern weiterhin Verbesserungen, die den Standards der gesamten Reinigungsbranche entsprechen.

Quelle