02 May 2026, 18:27

Georg Baselitz – der kopfstehende Revolutionär der Kunst ist tot

Abstrakte Malerei mit blauem Hintergrund, roten und gelben Akzenten, erstellt mit Acryl auf Leinwand in grauen Tönen.

Georg Baselitz – der kopfstehende Revolutionär der Kunst ist tot

Georg Baselitz, eine prägende Figur der Nachkriegskunst, ist im Alter von 88 Jahren gestorben. Der für seine kühnen neoexpressionistischen Werke bekannte Künstler wurde berühmt, indem er Motive in seinen Gemälden auf den Kopf stellte. Sein Tod ereignet sich zu einem Zeitpunkt, an dem zwei große Ausstellungen seiner Werke kurz vor der Eröffnung standen.

Baselitz galt seit Langem als Wegbereiter der modernen Malerei. Seine kopfstehenden Kompositionen wurden zu seinem Markenzeichen und forderten die Betrachter heraus, sich auf neue Weise mit Kunst auseinanderzusetzen. Zudem war er eng mit dem Neoexpressionismus verbunden, einer Bewegung, die in Europa nach dem Krieg emotionale Intensität wiederbelebte.

Nur wenige Wochen vor seinem Tod eröffnete er eine Ausstellung im Museum der Moderne in Salzburg. Die Schau zeigte ein Werk, das er der Sammlung des Museums geschenkt hatte. Eine weitere Einzelausstellung war im Rahmen der Biennale in Venedig geplant, wo er die Eröffnung der Präsentation persönlich hätte vornehmen sollen.

Der in Deutschland geborene Baselitz nahm 2015 die österreichische Staatsbürgerschaft an. Sein Einfluss erstreckte sich über Jahrzehnte, und seine Werke sind in Museen weltweit zu finden. Trotz seines Todes soll die Ausstellung in Venedig wie geplant stattfinden.

Baselitz hinterlässt ein Erbe bahnbrechender Kunst und einen bleibenden Eindruck in der zeitgenössischen Malerei. Seine auf den Kopf gestellten Leinwände und expressiven Techniken werden weiterhin zentral für die Diskussion über die Kunst des 20. Jahrhunderts sein. Die beiden Ausstellungen werden nun zu einer Hommage an sein Lebenswerk.

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