14 April 2026, 14:23

Gefahrguteinsatz in Schwelm: Quecksilber im Wohnhauskeller löst Großalarm aus

Ein großer Raum voller verstreuter Abfälle und Trümmer, darunter Plastikfolien, Behälter und hölzerne Gegenstände, mit Text an einer Wand und einem Metallrahmen an der Decke.

Gefahrguteinsatz in Schwelm: Quecksilber im Wohnhauskeller löst Großalarm aus

Gefahrguteinsatz in Schwelm nach Quecksilberfund in Wohnhauskeller

Am Freitagabend, dem 12. September 2025, kam es in Schwelm zu einem Gefahrguteinsatz, nachdem in einem Wohnhauskeller ein beschädigter Behälter mit Quecksilber entdeckt worden war. Feuerwehrkräfte rückten nach Meldungen über eine unbekannte Substanz in die Schützenstraße aus und lösten damit eine großangelegte Notfallreaktion mehrerer Behörden aus.

Ausgelöst wurde der Alarm, als in einem Abstellraum des Mehrfamilienhauses ein kleiner Koffer mit verschiedenen Chemikalien – darunter das beschädigte Quecksilber – gefunden wurde. Die Einsatzkräfte forderten umgehend Verstärkung an, darunter einen Gefahrgutberater sowie ein Messfahrzeug der Feuerwehr Gevelsberg zur Identifizierung gefährlicher Stoffe.

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Einsatzleiter Jan Poschmann übernahm die Koordination, teilte das Gebiet in Abschnitte ein und ordnete die Evakuierung der Anwohner an. Auf dem Höhepunkt des Einsatzes waren 29 Rettungskräfte und bis zu zwölf Fahrzeuge im Einsatz. Zudem wurde ein Quecksilber-Bindemittelset der Wuppertaler Feuerwehr angefordert, um die giftige Substanz zu sichern.

Feuerwehrchef Oliver Dag und sein Stellvertreter Markus Kosch trafen vor Ort ein, um die Lage zu bewerten und die Maßnahmen zu steuern. Ein Team in leichter Schutzkleidung und mit Atemschutz sammelte das ausgetretene Quecksilber vorsichtig ein und verschloss es in speziellen Behältern. Parallel dazu stand ein beheizter Einsatzleitbus (VER) auf dem Parkplatz eines nahegelegenen Supermarkts bereit, um die vorübergehend obdachlosen Bewohner unterzubringen.

Nach der Bergung des Quecksilbers übergab die Feuerwehr die Einsatzstelle an ein spezialisiertes Entsorgungsunternehmen, das für die fachgerechte Beseitigung der geborgenen Chemikalien und kontaminierten Materialien zuständig war.

Der Einsatz endete ohne Verletzte, allerdings blieben die Anwohner während der Aufräumarbeiten vorerst außerhalb ihrer Wohnungen. Die Behörden bestätigten, dass es sich bei der ausgetretenen Substanz um Quecksilber handelte und alle belasteten Materialien zur ordnungsgemäßen Entsorgung abtransportiert wurden. Der Vorfall unterstrich die schnelle und professionelle Reaktion der regionalen Feuerwehr- und Gefahrguteinheiten.

Quelle