15 April 2026, 12:19

Gamescom 2024: Umfrage enthüllt Einsamkeit, Hass und Extremismus in der Gaming-Szene

Mann in Anzug, der in ein Mikrofon spricht und wahrscheinlich die Genehmigung eines Gesetzes durch die Regierung zum Verbot des Internets anspricht.

Gamescom 2024: Umfrage enthüllt Einsamkeit, Hass und Extremismus in der Gaming-Szene

Eine neue Umfrage hat kurz vor der Gamescom, der weltweit größten Messe für Videospiele, besorgniserregende Einstellungen unter passionierten Gamern offenbart. Die Veranstaltung, die von Mittwoch bis Sonntag in Köln stattfindet, wird Hunderttausende Fans anziehen – doch die Ergebnisse deuten darauf hin, dass viele mit Einsamkeit, Belästigung und der Konfrontation mit extremistischen Ansichten zu kämpfen haben.

Die Studie zeigt, dass 75 Prozent der engagierten Spieler Männer sind, wobei mehr als die Hälfte zwischen 16 und 34 Jahre alt ist. Eine beträchtliche Zahl berichtete von Online-Missbrauch: 38 Prozent gaben an, "sehr oft oder ziemlich oft" während des Spielens beleidigt zu werden. Weitere 14 Prozent aller befragten Spieler behaupteten, sie würden häufig oder sehr häufig verbale Angriffe erleben.

Die Bedrohungen durch Cybermobbing reichten von körperlicher Gewalt bis hin zu Vergewaltigungsdrohungen. Über persönliche Angriffe hinaus förderte die Umfrage weiter verbreitete Vorurteile zutage. So stimmten 43 Prozent der Hardcore-Gamer der Aussage zu, Juden hätten zu viel Einfluss in der Welt. Feindseligkeit gegenüber LGBTQ+-Personen und antifeministische Haltungen waren in dieser Gruppe ebenfalls weit verbreitet.

Auch das politische Engagement war bemerkenswert: 27 Prozent hatten im vergangenen Jahr an einer Demonstration teilgenommen. Einsamkeit betraf ebenfalls viele – 58 Prozent beschrieben sich als mäßig oder stark isoliert.

Die Gamescom, die in diesem Jahr ihr 15-jähriges Jubiläum feiert, bleibt ein zentrales Branchenereignis. Entwickler, Publisher und Fans werden in Köln zusammenkommen, um neue Titel zu präsentieren und zu entdecken – trotz des beunruhigenden Hintergrunds der Umfrage.

Die Ergebnisse verdeutlichen einen krassen Gegensatz zwischen der Begeisterung für die Gamescom und den Herausforderungen innerhalb der Gaming-Kultur. Angesichts der erwarteten Hunderttausende Besucher findet die Messe vor dem Hintergrund von Sorgen über Belästigung, extremistische Einstellungen und soziale Isolation unter Spielern statt. Veranstalter und Branchenführer könnten sich nun der Frage stellen müssen, wie sie diese Probleme in Zukunft angehen wollen.

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