Fußballgewalt sinkt – doch Pyro-Chaos bei Borussia Dortmund und Co. explodiert
Fußballgewalt sinkt – doch Pyro-Chaos bei Borussia Dortmund und Co. explodiert
Verletzungen im Zusammenhang mit Fußballspielen in Deutschlands drei höchsten Ligen sind in der vergangenen Saison zurückgegangen, doch der Missbrauch von Pyrotechnik hat stark zugenommen. Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul verurteilte die Gewalt und bezeichnete die 1.107 registrierten Verletzungen als "inakzeptabel" für eine einzige Spielzeit.
In der Saison 2024/25 wurden an Spieltagen 1.107 Verletzte gezählt – ein Rückgang um 17 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Unter den Verletzten befanden sich 160 Polizisten und 89 Sicherheitskräfte. Trotz dieser Verbesserung leiteten die Behörden 5.197 Strafverfahren ein, 22 Prozent weniger als in der Vorsaison.
Reul nannte insbesondere Vereine wie den 1. FC Köln, Borussia Dortmund, den FC Schalke 04, Borussia Mönchengladbach und Fortuna Düsseldorf, wo es einen besorgniserregenden Anstieg von Pyrotechnik-Vorfällen gab. Verstöße im Zusammenhang mit Leuchtmunition und Feuerwerkskörpern stiegen um 73 Prozent auf 4.783 Fälle. Der Minister bestand darauf, dass gewalttätige Störer konsequent von Stadien ausgeschlossen werden müssen, um die Entwicklung zu stoppen. Zwar sank die Zahl der Verletzten im Vergleich zu 2023/24 um 231, doch betonte Reul, dass bereits ein einziger Vorfall zu viel sei. Seine Äußerungen fielen in eine Phase, in der die Behörden für eine strengere Ahndung von Spieltagsausschreitungen plädieren.
Der Rückgang der Verletzungen deutet auf Fortschritte bei der Steuerung des Fanverhaltens hin, doch der drastische Anstieg des Pyrotechnik-Missbrauchs bleibt ein großes Problem. Vereine und Polizei stehen nun unter Druck, Stadionverbote durchzusetzen und weitere Vorfälle in der kommenden Saison zu verhindern.
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