Festnahme am Hagener Hauptbahnhof: Betrüger muss 75 Tage ins Gefängnis
Julian LangFestnahme am Hagener Hauptbahnhof: Betrüger muss 75 Tage ins Gefängnis
Ein 25-jähriger Mazedonier wurde am Montagabend am Hauptbahnhof Hagen festgenommen, nachdem er eine gerichtlich angeordnete Geldstrafe nicht beglichen hatte. Der Mann war im vergangenen Jahr wegen Betrugs verurteilt worden, hatte seine Strafe jedoch weder angetreten noch die Auflage erfüllt.
Die Festnahme erfolgte am 7. April auf Grundlage eines Haftbefehls der Staatsanwaltschaft Hagen. Bundespolizisten nahmen den Mann am Bahnhof in Gewahrsam und überstellten ihn anschließend in eine örtliche Polizeidienststelle.
Im Juni 2024 hatte das Amtsgericht Hagen den Angeklagten in drei separaten Fällen des Leistungsbetrugs für schuldig befunden. Das Gericht verhängte eine Geldstrafe in Höhe von 1.125 Euro, berechnet als 75 Tagessätze zu je 15 Euro. Der Verurteilte beglich die Summe jedoch nicht und trat auch die Ersatzfreiheitsstrafe nicht an.
Zum Zeitpunkt seiner Festnahme war der Mann obdachlos und nicht in der Lage, die Strafe zu zahlen. Die Behörden brachten ihn anschließend in eine Justizvollzugsanstalt, wo er nun die ursprünglich verhängte 75-tägige Haftstrafe verbüßen wird.
Mit der Verhaftung des Mannes endet ein Verfahren, das mit seiner Verurteilung vor fast einem Jahr begonnen hatte. Er bleibt bis zum vollständigen Verbüßen der Strafe in Haft. Das Urteil entspricht der ursprünglichen gerichtlichen Entscheidung wegen der Betrugsdelikte.






