30 May 2026, 20:15

Evangelische Kirche reformiert Abendmahl und Gemeindeleben in NRW und Co.

Landessynode 2024 - Solinger Synodale beschäftigen sich mit zukünftigen Themen

Evangelische Kirche reformiert Abendmahl und Gemeindeleben in NRW und Co.

Vertreter aus 37 Kirchenkreisen trafen sich in Düsseldorf, um die Zukunft der Evangelischen Kirche mitzugestalten. Zwei Tage lang berieten 198 stimmberechtigte Synodale über zentrale Veränderungen, die Gemeinden in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Hessen und dem Saarland betreffen. Die Themen reichten von den Regeln für das Abendmahl bis zur Organisation von Gottesdiensten in den örtlichen Gemeinden.

Die Landessynode brachte Synodale, Superintendenten und Kirchenführer zusammen, um langjährige Praktiken zu überprüfen und zu modernisieren. Unter den Teilnehmenden waren Ilka Werner, Rainald Rasemann, Michaela Röhr und Claudia Mix aus Solingen sowie die Kirchenvertreter Hartmut Rahn und Lukas Schrumpf. Im Mittelpunkt der Gespräche stand die Überarbeitung der „Ordnung über das Leben der Kirchengemeinden“, die derzeit die Richtlinien für das Abendmahl und die Orte der Gottesdienste festlegt.

Viele Gemeinden erlauben bereits allen Getauften – einschließlich Kindern – die Teilnahme am Abendmahl, obwohl die offiziellen Leitlinien nach wie vor die Konfirmation voraussetzen. Die Kirchenführung plädiert nun für mehr Flexibilität und ermutigt die Gemeinden, mit neuen Ansätzen zu experimentieren und veraltete Hürden abzubauen.

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Die Veranstaltung umfasste einen Forums-Tag für breite Diskussionen sowie einen Workshop-Tag für vertiefte Zusammenarbeit. Ein zentrales Anliegen war die Personalplanung, da die Mitgliederzahlen schneller zurückgehen als erwartet. Die neuen Richtlinien, sobald sie verabschiedet sind, gelten für alle Kirchenkreise und könnten zu einer Anpassung der Personalstärken führen – als Reaktion auf schrumpfende Gemeinden.

Die auf der Synode beschlossenen Änderungen werden schließlich die örtlichen Kirchen erreichen und deren Arbeit sowie ihr Engagement vor Ort prägen. Die in Düsseldorf gefassten Beschlüsse führen zu spürbaren Veränderungen im Gemeindeleben. Aktualisierte Regelungen zu Abendmahl, Gottesdienstorten und Personal werden in den vier Bundesländern in Kraft treten. Die Kirchenführung hat Signalwirkung gezeigt und mehr Freiraum für lokale Experimente in den kommenden Jahren zugesagt.

Quelle