05 June 2026, 17:37

EU-Ökodesign-Verordnung: Wie Unternehmen jetzt nachhaltiger werden müssen

Chancen und Herausforderungen der Öko-Design-Verordnung

EU-Ökodesign-Verordnung: Wie Unternehmen jetzt nachhaltiger werden müssen

Eine neue EU-Verordnung treibt Unternehmen in Richtung größerer Nachhaltigkeit. Die am 18. Juli in Kraft getretene Ökodesign-Verordnung verschärft die Vorgaben für Produktlebensdauer, Reparaturfreundlichkeit und Recyclingfähigkeit. Gleichzeitig arbeiten Forscher:innen der Fachhochschule Bielefeld an praktischen Lösungen, um Betrieben den Übergang zu erleichtern.

Das Europäische Green Deal zielt darauf ab, die Emissionen bis 2030 um 55 Prozent zu senken und bis 2050 Klimaneutralität zu erreichen. Um diese Ziele zu verwirklichen, hat die EU Gesetze wie die Ökodesign-Verordnung eingeführt, die vorschreibt, dass Produkte länger halten, leichter zu reparieren und aus mehr recycelten Materialien hergestellt werden müssen. Zwar werden die konkreten Anforderungen für verschiedene Produktgruppen später ausgearbeitet, doch der rechtliche Rahmen steht nun fest.

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Viele Unternehmen haben Schwierigkeiten, mit der wachsenden Zahl an Nachhaltigkeitsvorschriften Schritt zu halten. Hier setzt das Projekt InCamS@BI der Fachhochschule Bielefeld an, geleitet von Kristin Maoro, Micha Steiner und Prof. Dr. Christiane Nitschke. Das Team analysiert Gesetze, Richtlinien und praktische Herausforderungen, um innovative Wege für einen nachhaltigeren Umgang mit Kunststoffen zu entwickeln.

Unternehmen sind dabei nicht nur Empfänger dieser Regeln – sie können sie aktiv mitgestalten. Durch die Teilnahme an politischen Diskussionsprozessen und den Austausch von Praxisbeispielen können sie Einfluss auf die Ausgestaltung neuer Gesetze nehmen. Diese Zusammenarbeit stellt sicher, dass die Vorschriften praxistauglich bleiben und gleichzeitig den Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft vorantreiben.

Die Ökodesign-Verordnung ist nun wirksam, und ihre Auswirkungen werden zunehmen, sobald weitere produktspezifische Regelungen eingeführt werden. Angesichts der wahrscheinlich steigenden Nachfrage nach hochwertigen Rezyklaten werden Projekte wie InCamS@BI eine zentrale Rolle dabei spielen, Unternehmen bei der Erfüllung der neuen Standards zu unterstützen. Der Wandel hin zu mehr Nachhaltigkeit hat begonnen – und Unternehmen, die sich früh einbringen, werden besser auf die kommenden Veränderungen vorbereitet sein.

Quelle