Essens neuer Kulturchef: Thomas Kufen übernimmt die TUP-Führung

Luisa Klein
Luisa Klein
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Ein großes Orchester auf einer Bühne mit einem Dirigenten vorne, der verschiedene Instrumente spielt, mit Ständern und anderen Gegenständen drumherum und Stühlen und Treppen im Hintergrund.Luisa Klein

Essens neuer Kulturchef: Thomas Kufen übernimmt die TUP-Führung

An der Spitze des Aufsichtsrats der Essener Theater und Philharmonie (TUP) steht ein neuer Verantwortlicher: Am 26. Januar 2026 wurde Oberbürgermeister Thomas Kufen zum Vorsitzenden gewählt und löst damit Barbara Rörig ab. Seine Berufung erfolgt zu einer Zeit, in der die Einrichtung künstlerische Erfolge verzeichnet, aber weiterhin mit finanziellen Herausforderungen kämpft.

Seit fünf Jahren hat die TUP mit jährlichen Haushaltslücken von bis zu fünf Millionen Euro zu kämpfen. Steigende Personalkosten und stagnierende öffentliche Zuschüsse führten zu anhaltenden Defiziten – trotz stabiler künstlerischer Führung unter Intendantin Anna-Susanna Henkel. Ihr Fokus auf zeitgenössische Produktionen trug sogar dazu bei, die Zuschauerzahlen um etwa zehn Prozent zu steigern.

Der Aufsichtsrat spielt eine zentrale Rolle bei der Ausrichtung der TUP: Er gestaltet die Entwicklung der fünf Sparten mit und sorgt für eine zukunftsorientierte Ausrichtung. Barbara Rörig führte den Rat in dieser schwierigen Phase mit großem Engagement. Nun übernimmt Kufen mit klaren Zielen: Er will verlässliche Arbeitsbedingungen sichern, hohe künstlerische Standards wahren und die Finanzen stabilisieren.

Die TUP bleibt ein tragender Pfeiler der Essener Kulturszene. Bekannt für ihre künstlerische Qualität, ihre Bildungsarbeit und ein vielfältiges Programm, genießt die Einrichtung überregional hohe Anerkennung.

Kufens Führung wird darauf abzielen, künstlerischen Anspruch und finanzielle Sicherheit in Einklang zu bringen. Zu seinen Plänen gehört es, den Ruf der TUP zu bewahren und gleichzeitig die langjährigen Haushaltsprobleme anzugehen. Die Steuerung durch den Aufsichtsrat wird entscheidend sein, um die Institution in ihre nächste Phase zu führen.