Essen wird zur "Sportstadt für alle" – der große Plan für mehr Bewegung
Lina KochEssen wird zur "Sportstadt für alle" – der große Plan für mehr Bewegung
Essen hat einen bedeutenden Schritt hin zu einer aktiveren Stadt gemacht. Am 25. März 2026 hat der Stadtrat den Abschlussbericht des Integrierten Sportentwicklungsplans (ISEP) verabschiedet. Das Ziel des Plans ist es, Sport und körperliche Aktivität in den kommenden Jahren für alle Einwohnerinnen und Einwohner zugänglich zu machen.
Der ISEP wurde im September 2021 ins Leben gerufen und über zweieinhalb Jahre hinweg erarbeitet. Dabei flossen durch partizipative Formate die Anregungen verschiedener Akteure ein. Der Prozess umfasste die Analyse des aktuellen Sportangebots, die Bewertung seiner Wirksamkeit sowie die Erarbeitung von Empfehlungen zur Verbesserung der Strukturen.
Im Mittelpunkt des Plans stehen vier zentrale Handlungsfelder: Datenanalyse, Leistungsbewertung, strategische Empfehlungen und strukturelle Optimierung. Zudem ist der ISEP in die übergeordneten städtebaulichen Ziele Essens eingebettet und verknüpft Sport mit öffentlichen Räumen, Schulen und Jugendinitiativen. Das zentrale Anliegen ist es, Essen als "Sportstadt für ALLE Menschen" zu etablieren.
Aktuelle Daten aus vergleichbaren deutschen Städten zeigen einen Anstieg der Outdoor-Sportaktivitäten seit 2021. Studien deuten auf eine Steigerung der regelmäßigen Teilnahme um 15 bis 25 Prozent hin – insbesondere nach der Pandemie. Umfassende Statistiken für alle Städte ähnlicher Größe liegen jedoch weiterhin nur begrenzt vor.
Während der Abschlussbericht einen strategischen Rahmen vorgibt, enthält er noch keine konkreten Maßnahmen. Geplante Schritte müssen separat politisch geprüft und von den zuständigen Ausschüssen sowie dem Stadtrat beschlossen werden. Die Sport- und Bäder Essen GmbH (SBE) wird nun die Empfehlungen bewerten, Prioritäten setzen und die Umsetzung planen.
Der ISEP gibt die langfristige Richtung für die Sportentwicklung in Essen vor. Sein Erfolg hängt von weiteren politischen Entscheidungen und abgestimmten Anstrengungen über alle städtischen Bereiche hinweg ab. Mit dem Fokus auf Inklusion und städtische Vernetzung verfolgt der Plan einen strukturierten Ansatz, um die körperliche Aktivität aller Bürgerinnen und Bürger zu fördern.






