Essen ehrt Historiker Dr. Ernst Schmidt mit Gedenktafel am Geburtshaus

Luisa Klein
Luisa Klein
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Eine historische Tafel mit Symbolen und Text in der Mitte des Bildes.Luisa Klein

Essen ehrt Historiker Dr. Ernst Schmidt mit Gedenktafel am Geburtshaus

In Essen-Borbeck ist am Kuhlmannsfeld-Haus eine Gedenktafel für Dr. Ernst Schmidt enthüllt worden. Bei der feierlichen Zeremonie würdigte die Stadt einen Historiker, der maßgeblich ihr Verständnis der NS-Zeit prägte. An der Veranstaltung nahmen Essens Oberbürgermeister Rolf Fliß sowie lokale Vertreter aus Politik und Wissenschaft teil.

Dr. Ernst Schmidt (1924–2009) war eine zentrale Figur der Essener Geschichtsforschung. Als Stadtarchivar widmete er sich besonders der Arbeiterbewegung und der Aufarbeitung der NS-Diktatur. Seine Arbeiten legten den Grundstein für die Erinnerungsarbeit in Essen.

Schmidt gehörte zudem zu den Mitbegründern der Gedenk- und Dokumentationsstätte Alte Synagoge. Durch sein Engagement trug er dazu bei, das Gedenken an die jüdische Gemeinde Essens und die Kriegsvergangenheit der Stadt wachzuhalten. Die Tafel an seinem Geburtshaus würdigt nun diese Verdienste. Die Einweihung organisierten der Bezirksrat IV und das Haus der Essener Geschichte / Stadtarchiv, das auch die Finanzierung übernahm. Bei der Feier betonten Vertreter beider Einrichtungen Schmidts bleibende Bedeutung für die lokale Geschichtsschreibung.

Die Gedenktafel bleibt als sichtbares Zeichen für Schmidts Einsatz um die historische Wahrheit erhalten. Sie sichert, dass sein Wirken bei der Dokumentation der Essener Vergangenheit auch künftigen Generationen präsent bleibt. Die Stadt ehrt damit weiterhin seinen Beitrag zur Aufarbeitung der NS-Vergangenheit.