Eine Milliarde Frauen tanzt gegen Gewalt – die globale Protestwelle von One Billion Rising

Luisa Klein
Luisa Klein
2 Min.
Eine Gruppe von Frauen in bunten Kleidern, die auf der Straße tanzen, umgeben von einer Menge Menschen, mit Gebäuden, Gelöndern, Balkonen, Flaggen, einer Laterne und einer Tafel mit Aufschrift im Hintergrund.Luisa Klein

Tanz-Aktionen in Städten - Zeichen gegen Gewalt an Frauen - Eine Milliarde Frauen tanzt gegen Gewalt – die globale Protestwelle von One Billion Rising

Milliarden Frauen weltweit werden im Laufe ihres Lebens körperliche oder sexuelle Gewalt erleben. Um dem entgegenzuwirken, mobilisiert die Kampagne One Billion Rising seit über einem Jahrzehnt Aktivist:innen durch Tanzproteste. In diesem Jahr finden Veranstaltungen in Hunderten von Städten statt – allein in Nordrhein-Westfalen an mehr als 30 Orten.

Die Bewegung One Billion Rising entstand 2012, gegründet von der US-amerikanischen Künstlerin und Feministin Eve Ensler. Der Name bezieht sich auf die geschätzte eine Milliarde Frauen und Mädchen, die in ihrem Leben Gewalt erfahren. Seit 2013 hat sich die Kampagne in über 200 Ländern verbreitet, mit großen Protesten in Metropolen wie New York, London, Paris, Berlin, Los Angeles und Manila.

Die Kampagne nutzt Tanz als Protestmittel und verbindet Kreativität mit Aktivismus. In diesem Jahr sind Teilnehmer:innen aufgerufen, sich beim Tanzen zum Kampagnenlied Women on Fire zu filmen und ihre Videos für ein globales Collage-Projekt einzureichen. Zwar hat sich durch soziale Medien die Art der Organisation verändert, doch bleiben physische Zusammenkünfte zentral – insbesondere, um öffentliche Räume zurückzuerobern.

In Deutschland passen lokale Gruppen ihre Botschaften an: In Siegburg steht das Thema Einverständnis im Mittelpunkt, mit dem Slogan Nein heißt Nein! Auch während des Karnevals! Städte wie Duisburg und Detmold veranstalten dagegen Tanzevents als Symbol für globale weibliche Solidarität.

Die Kampagne wächst weiter und verbindet digitale Teilhabe mit Straßenprotesten. Tanzdemonstrationen in Städten weltweit halten das Thema Gewalt gegen Frauen präsent. Die Organisator:innen wollen die Dynamik aufrechterhalten, indem sie Aktivist:innen durch gemeinsame Auftritte und öffentliche Widerstandsbekundungen vereinen.