25 May 2026, 00:22

Düsseldorfer Ausstellung ehrt vergessene jüdische Innovatoren der Industriegeschichte

"Made in Düsseldorf" - warum jüdische Pioniere immer noch nicht anerkannt werden

Düsseldorfer Ausstellung ehrt vergessene jüdische Innovatoren der Industriegeschichte

Eine neue Ausstellung in Düsseldorf würdigt drei jüdische Pioniere, deren Erfindungen die moderne Industrie prägten. Unter dem Titel „INNOVATIV, ERFOLGREICH, JÜDISCH“ eröffnet die Schau am 31. Oktober 2024 in der Mahn- und Gedenkstätte der Stadt. Sie rückt das oft vergessene Wirken von Abraham Freundlich, Albert Schöndorff und Ludwig Loewy ins Licht – Wegbereiter, deren Innovationen den Alltag revolutionierten, bevor ihr Leben durch die nationalsozialistische Verfolgung zerstört wurde.

Abraham Freundlich, ein autodidaktischer Erfinder, veränderte mit seinen Kühltechnologien die Industrie in Düsseldorf. Sein Unternehmen florierte, bis es 1933 durch NS-Boykotte und die zwangsweise „Arisierung“ zugrunde ging. Fünf Jahre später starb er in der Stadt, sein Vermächtnis fast aus dem kollektiven Gedächtnis getilgt.

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Albert Schöndorff begann 1890 mit einer Bettfabrik, bevor er zu einem führenden Hersteller von Straßenbahnwagen aufstieg. Sein Erfolg endete jäh 1933, als er aus dem eigenen Unternehmen vertrieben wurde. 1942 wurde er nach Auschwitz deportiert und noch im selben Jahr dort ermordet.

Ludwig Loewy, ein Ingenieur aus Böhmen, machte das Düsseldorfer Unternehmen Schloemann zum weltweiten Vorreiter im Bau hydraulischer Pressen. 1936 floh er nach Großbritannien, wo sein Fachwissen später die Luftfahrt der Alliierten im Zweiten Weltkrieg unterstützte.

Die Ausstellung ist bis zum 28. September 2025 zu sehen, der Eintritt ist frei. Gruppenführungen können telefonisch oder per E-Mail gebucht werden.

Die Schau bewahrt das Andenken an drei Männer, deren Erfindungen einst den Fortschritt in Düsseldorf und darüber hinaus vorantrieben. Ihre Leistungen wären fast in Vergessenheit geraten, nachdem die Nationalsozialisten jüdische Unternehmer systematisch verfolgten. Nun wird ihr Wirken wieder gewürdigt – und ihr bleibender Einfluss vor dem Vergessen bewahrt.

Quelle